Der Landkreis
Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen. Mit 2.121 qkm ist er der
zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.
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Güterzug entgleist - Kesselwaggon mit Flüssiggas in Brand
OSNABRÜCK - 18.03.2004
Bei einem schwerem Bahnunfall in der Stadt Osnabrück waren in der Nacht von
Mittwoch auf Donnerstag auch Einheiten der Kreisfeuerwehr (Fach-Züge 2 bis 4
der FB Umwelt, IuK-Gruppe/ELW 2 sowie Verpflegung FF Kloster Oesede) eingesetzt.
Ein Güterzug mit 18 Waggons war kurz vor Mitternacht auf den Bahngleisen im
Wohngebiet zwischen der Bremer Brücke und dem Klushügel aus bisher ungeklärter
Ursache entgleist. Die Lok und vier Kesselwaggons stürzten auf die Seite, der
erste Kesselwaggon riss auf und das austretende Flüssiggas entzündete sich
vermutlich an einem Reibungsfunken.
Das Propan verbrannte mit einer 40 bis 50 Meter hohen Fackel. Durch die
enorme Wärmestrahlung wurden die folgenden Kesselwaggons erhitzt, so
dass ein plötzlicher Druckgefässzerknall drohte.
Um einen solchen Druckgefässzerknall des mit 80 Tonnen beladenen Tankkesselwaggons
zu vermeiden und da eine schlagartige Evakuierung der Anwohner nicht möglich war,
wurden durch die Feuerwehr unter Lebensgefahr der eingesetzten Feuerwehrleute
vier Wasserwerfer zur Kühlung der Waggons in Stellung gebracht.
Eine Explosion weiterer Kesselwaggons hätte zur Folge gehabt, dass im Umfeld von
500 Metern alle Personen getötet und Gebäude schwer beschädigt und in Brand
gesetzt würden.
Durch Polizei, Feuerwehr und THW wurden schnellstmöglich die Anwohner aus dem
500-m-Radius evakuiert und von der SEG Rettung in einem schnell hergerichteten
Betreuungszentrum in der Gesantschule Schinkel untergebracht und versorgt.
Regelmäßige Messungen zum frühzeitigen Erkennen von explosionsfähigen Dämpfen
wurden durchgeführt, es konnte aber keine Gesundheitsgefährdung durch den
entstandenen Rauch für die Anwohner festgestellt werden.
Im weiteren Verlauf wurde aufgrund der besseren Wurfweite des Wasserwerfers
auch ein Flugfeldlöschfahrzeug des Flughafens Münster/Osnabrück eingesetzt.
Da die anderen umgestürzten Kesselwaggons vor dem Bergen erst durch Spezialisten
der chemischen Industrie entleert werden müssen, wird sich der Einsatz vermutlich
über mehrere Tage hinziehen.
Im Einsatz waren ca. 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des THW und der
Rettungsdienste. Verletzt wurde niemand, der Lokführer konnte sich selbst
in Sicherheit bringen.
Weitere Fotos sind auf der Homepage der Neuen Osnabrücker Zeitung unter
www.neue-oz.de zu sehen.
| Text: |
Jan Südmersen |
| Fotos: |
Ulrich Lindhorst |
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