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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen. Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Einsätze


Explosionsgefahr nach Brand in holzverarbeitender Fabrik


OESEDE - 10.05.2004

Akute Explosionsgefahr bestand nach einem Brand am Montagmorgen, den 10.05.2004, in einer holzverarbeitenden Fabrik, an der Lübecker Straße im Industriegebiet Harderberg.

Nach ersten Ermittlungen von Polizei und Feuerwehr entstand das Feuer gegen 08.50 Uhr aufgrund eines technischen Defektes in der Filteranlage des Spänebunkers.

Als die ersten Kräfte der Ortsfeuerwehr Oesede die holzverarbeitende Firma, die Furniere herstellt, erreichten brannte die Filteranlage, die sich auf dem ca. 20 Meter hohen Spänebunker befindet, lichterloh.

Sofort wurde mit der Drehleiter die Brandbekämpfung aufgenommen. Da alles sehr stark verqualmt war und Stadtbrandmeister Gerd Glane nicht wusste, ob schon die eigentliche Produktion betroffen war, wurden zusätzlich die Ortsfeuerwehren aus Kloster Oesede und Georgsmarienhütte alarmiert.

Mehrere Trupps unter Atemschutz kontrollierten alles, doch das Feuer war auf den Spänebunker und die Filteranlage begrenzt. Konnte der Filter relativ schnell gelöscht werden, bereitete der Spänebunker den Einsatzkräften erhebliche Probleme.

Da sich im inneren des Bunkers Glutnester gebildet hatten und diese sich schlagartig hätten entzünden können, bestand akute Explosionsgefahr. Der Betrieb wurde daraufhin geräumt sowie die parallel verlaufende B 68 wurde von der Polizei für den Verkehr voll gesperrt.

Eine Schnelleinsatzgruppe des DRK stand bereit. Ein Feuerwehrmann verletzte sich leicht bei den Löscharbeiten, konnte aber nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Mit Wärmebildkameras der Werkfeuerwehr Georgsmarienhütte und der Berufsfeuerwehr Osnabrück wurde ständig die Temperatur in dem Bunker kontrolliert. Mit Kohlendioxid und Schaum wurde der Bunker ständig geflutet. So wurde versucht an die Brandnester im inneren zu kommen und die Temperatur, die auf ca. 600 Grad im Spänebunker angestiegen war, herunterzukühlen.

Mit dem Kran der Berufsfeuerwehr Osnabrück wurden die Explosionsklappen geöffnet, um einen Zugang zum Bunker zu bekommen. Als dieses geschehen war begannen die mittlerweile ca. 75 Einsatzkräfte damit, die Späne aus dem Bunker zu schaufeln und in bereit gestellte Mulden zu laden. Dabei wurden die Späne mit entspannten Wasser (Prilwasser) abgelöscht.

Erst als der Bunker geräumt war, konnte Einsatzleiter Gerd Glane Entwarnung geben, so dass die ersten der 22 Einsatzfahrzeuge die Brandstelle verlassen konnten. Die Vollsperrung der B 68 wurde erst gegen 15.30 Uhr nachmittags aufgehoben.

Mit dem Aufräumarbeiten waren die Einsatzkräfte noch bis in die Abendstunden beschäftigt, eine Brandwache blieb die ganze Nacht, bis zum anderen Morgen vor Ort. Brandsachverständige sowie Kripo haben die Ermittlungen zur genauen Schadensursache aufgenommen. Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden.


Text und Fotos: Axel Schäfer
Internet: www.feuerwehr-oesede.de