Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen. Mit 2.121 qkm ist er der
zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.
Schwerstverletzter nach Frontalzusammenstoß mit Mähdrescher
BORGLOH - 03.08.2004
Gegen 17:25 Uhr ereignete sich auf der Holter Straße (Bergrennstrecke) in
Fahrtrichtung Holte / Bissendorf ein schwerer Verkehrsunfall.
Aus bislang ungeklärter Ursache kam ein BMW in einer scharfen Rechtskurve auf die
Gegenfahrbahn. Dort prallte er frontal auf einen entgegenkommenden Mähdrescher.
Das Fahrzeug hatte das Mähwerk auf einem separaten Anhänger, so dass der PKW
unter das landwirtschaftliche Fahrzeug rutschte. Glücklicherweise saß in dem
Auto nur der Fahrer. Ein etwaiger Beifahrer hätte wohl keine Überlebenschance
gehabt.
Durch den Aufprall wurde der Mähdrescher um einige Zentimeter nach hinten
geschoben. Deshalb nahm auch das auf dem Anhänger plazierte Mähwerk Schaden.
Der schwerstverletzte Mann wurde nach einer ersten Versorgung mit dem
Rettungshubschrauber in die Uniklinik Münster geflogen. Die Feuerwehr Borgloh
war mit 29 Kräften und allen vier Einsatzfahrzeugen an der Unfallstelle.
Zunächst wurde die eingeklemmte Person mittels Schere und Spreizer aus dem
Autowrack geborgen.
Anschließend prüfte ein Gutachter der Staatsanwaltschaft den Unfallhergang.
Auf eine Sicherstellung des Mähdreschers, der mit einem zulässigen Gesamtgewicht
von max. 15 Tonnen und einer Breite von 3,75 Metern schon in die Gegenfahrbahn
reinragte, wurde verzichtet. Der PKW wurde für weitere Ermittlungen zunächst
sichergestellt. Die Feuerwehr Borgloh half anschließend bei der Bergung der
Fahrzeuge und säuberte die Fahrbahn.
Der Betreiber des Lohnunternehmens eilte ebenfalls zur
Einsatzstelle. Neben der Sorge um die verletzte Person, hoffte er
verständlicherweise auf eine schnellstmögliche Freigabe des Mähdreschers, da
dieser für die nächsten Tage aufgrund der Schönwetterphase mitten in der
Ernteperiode komplett ausgebucht ist. Nach kurzer Reparatur hofft er auf einen
baldigen Einsatz der Maschine, die erst drei Wochen alt ist. Der anderweitig
möglicherweise entstehende Lohnausfall sei nur schwer kalkulierbar und kaum zu
kompensieren.
Der Fahrer des Mähdreschers wurde durch den Notfallseelsorger, Herrn Pastor
Marahrens aus Gretesch-Lüstringen betreut.