Der Landkreis
Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen. Mit 2.121 qkm ist er der
zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.
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Lagerhalle mit brennendem Stroh bedroht Hofanlage
GRAFELD - 31.08.2004
Ein lautes Knallen versetzte eine Landwirtin kurz nach Mitternacht aus dem
Schlaf auf ihrem Hof in Grafeld. Der erste Gedanke, dass etwas mit den Tieren
sein könnte, erwieß sich als falsch, denn auf dem Hof war bereits über der
Lagerhalle eine weiße Rauchsäule und Feuerschein zu sehen.
Sofort verständigte die Frau die Einsatzleitstelle im Kreishaus Osnabrück,
worauf die Feuerwehren Grafeld und Berge per Sirene und Funkalarmempfänger
um 00.45 Uhr alarmiert wurden.
Vor Ort bot sich den Kräften folgendes Bild: Eine Wagenhalle mit den Maßen
8 x 15 Meter stand teilweise in Flammen. Das Feuer hatte bereits die Dachhaut
durchdrungen.
Von einem Löschwasserbrunnen wurde eine erste Wasserversorgung mittels einer
B-Leitung über eine Strecke von 500 Metern aufgebaut. Der erste Löschangriff
wurde durch die Tanklöschfahrzeuge aus Grafeld und Berge vorgetragen.
Zur Sicherung der Einsatzkräfte mit Wasser entschied sich die Einsatzleitung,
eine zweite Wasserversorung von einem Bach her aufzubauen. Zur weiteren
Unterstützung wurde nun die Feuerwehr Ohrtermersch angefordert, da die
komplette zweite Leitung über 900 Meter verlegt werden musste.
Des Weiteren wurde weiteres Beleuchtungsgerät benötigt, um die Einsatzstelle
großräumig auszuleuchten.
Nachdem der Brand unter Kontrolle war, begann der Landwirt das gelagerte
Stroh hinaus zu fahren. Nun wurde erst das gesamte Ausmaß der Schäden deutlich,
denn neben dem Traktor und dem Mischwagen des Betriebes wurde auch eine
historische Landauer Kutsche Opfer der Flammen. Gerettet werden konnte
lediglich ein Siloentnahmegerät.
Das Entfernen des Brandgutes zog sich in die Länge, sodass die 60 Einsatzkräfte
nur nach und nach den Einsatz beenden konnten. Für die 22 Berger Feuerwehrmänner
war nach dem Auffrischen der verbrauchten Materialen durch den
Schlauchwechselwagen der FTZ-Nord der Einsatz gegen 04.00 Uhr beendet.
Noch während der Löscharbeiten nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Zur
Brandursachen können bisher keine zuverlässigen Angaben gemacht werden.
Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Einsatzleitung auf ca. 250.000 Euro.
Menschen kamen nicht zu Schaden.
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