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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

FB Nord

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Gebäudebrand mit umfangreicher Menschenrettung - Feuerwehr rettete 13 Menschen


OSNABRÜCK - 23.04.2006

Mitten in die Vorbereitungen für eine umfangreiche Evakuierungsaktion aufgrund eines Bombenfundes wurde die Feuerwehr Osnabrück um 8.14 Uhr zu einem Wohnungsbrand im 2. Obergeschoss an der Meller Str. 71 alarmiert.

Die anfängliche Meldung, es sollten sich keine Personen in dem Gebäude mehr befinden, wurde durch die 4 Minuten später eintreffenden Rettungswagen revidiert: Zahlreiche Personen standen an der Vorder- und Rückseite des Gebäudes am Fenster und drohten zu springen.

Eine Wohnung brannte in voller Ausdehnung, die Flammen drohten sich auf den Treppenraum und auf das dicht stehende Nachbargebäude auszubreiten.

Die 14 Einsatzkräfte des Löschzuges, die durch die Freiwillige Feuerwehr Neustadt, die sich wegen der Evakuierungsmaßnahme glücklicherweise im Feuerwehrhaus befand, verstärkt wurden, retteten in einer dramatischen Aktion 5 Personen über 2 tragbare Schiebleitern von Fenstern im 3. Obergeschoss des Hinterhofes, 3 Personen von der Vorderseite über die Drehleiter und 5 weitere Personen mit Fluchthauben über den Treppenraum und nahmen gleichzeitig ein C-Rohr im Innenangriff zur Abriegelung des Brandes und Sicherung der Menschenrettung vor.

Alle Rettungsmaßnahmen waren innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen, Feuer unter Kontrolle konnte nach 20 Minuten gegeben werden.

Die Versorgung der Geretteten erfolgt primär durch den Notarzt und 5 Rettungswagen und wurde durch den organisatorischen Leiter Rettungsdienst koordiniert. Von den 15 geretteten Personen wurden nur 7 stationär aufgenommen, alle anderen wurden nach einer Untersuchung wieder entlassen.

Auch in diesem Fall hätte die Verwendung von Rauchmeldern eine frühere Brandentdeckung ermöglicht. Seitens der Feuerwehr wird daher dringend angeraten, auch im privaten Bereich Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern und Treppenräumen zu instalieren.

Dieser Einsatz zeigt auch, wie wichtig das System der Vorhaltung einer schlagkräftigen Berufsfeuerwehr in Kombination mit einer leistungsstarken Freiwilligen Feuerwehr ist. Ein späteres Eintreffen oder eine geringere Personalstärke vor Ort hätten hier vermutlich den Verlust von Menschenleben bedeutet.

Eingesetzte Kräfte:
BF: Löschzug mit 1:13,
FF Neustadt mit 1:12,
5 RTW, 1 NEF
Stadtbrandmeister,
Organisatorischer Leiter Rettungsdienst


Text, Fotos: Jan Südmersen, NWM-TV