zurück zur Startseitewww.lkos.de
 


Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

FB Nord

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Strahlenschutzeinsatz


HASBERGEN - 07.05.2006

Am 07.05.2006 kam es in Hasbergen zu einem Fund eines metallischen Gegenstandes von dem eine radioaktive Strahlung ausgehen sollte.

Eine zufällige Messung des Finders mit einem eigenen entsprechenden Messgerät hatte zu dieser Vermutung geführt. Das Objekt wurde am Vortag in Bad Iburg Nähe Märchenwald gefunden.

Auf Anforderung der Polizei Georgsmarienhütte wurde nun in Abstimmung mit der Feuerwehr Hasbergen die Strahlenmesseinheit der Werkfeuerwehr Georgsmarienhütte GmbH zum Einsatzort an der Osnabrücker Straße gerufen. Diese stellte gemäß FwDV 500 - ABC-Einsatz unter entsprechender Schutzausrüstung, Messgeräten und Strahlenschutznachweis eine über dem zulässigen Grenzwert liegende Gammastrahlung am Objekt fest.

Eine radioaktive Gefährdung außerhalb des Gefahrenbereiches von ca. 1 m um den Strahler selber (eingemessen durch die Fachkräfte) und damit mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Bevölkerung bestanden somit zu keiner Zeit.

Auch bei dem Finder und den polizeilichen Einsatzkräften konnte eine radioaktive Kontamination messtechnisch ausgeschlossen werden. Da es sich um einen begrenzten Strahlenschutzeinsatz handelte, wurden weitere Spezialkräfte aus der Kreisfeuerwehrbereitschaft-Umweltschutz, Fachzug Messen und Spüren nicht angefordert.

Bei dem Strahler handelt es sich um einen Gamma-Strahler zur radiometrische Messung für Füllstand-, Grenzstand-, Dichte und Trennschichtmessung. Solche Systeme werden in der Industrie eingesetzt (z.B. an Schüttgutsilos zur Füllstandmessung). Der Punktstrahler befindet sich in einem Strahlenschutzbehälter, doppelwandig aus Edelstahl mit einer Austrittsöffnung.

Als radioaktive Präparate bzw. Nuklide kommen das Isotop Kobald - Co-60 oder Cäsium - Cs-137 zur Anwendung. An dem vorgefundenen Strahlenschutzbehälter befindet sich normalerweise ein Typenschild mit Herstellerangaben - dieses war nicht mehr zu erkennen.


In Abstimmung mit den alarmierten Behörden wie Polizei, der Sondereinheit der Polizei für Umweltdelikte, dem Ordnungsamt Hasbergen, der Feuerwehr Hasbergen aber insbesondere dem Gewerbeaufsichtamt, dieses ist bei Strahlenschutzunfällen in Niedersachsen die federführende Behörde wurden Möglichkeiten zur weiteren Vorgehensweise bei der Bergung des Strahlenschutzbehälters von der Werkfeuerwehr aufgezeigt.

Daraufhin wurde ein weiteres Spezialfahrzeug (WLF) der Werkfeuerwehr mit einem Strahlenschutz-Berge-Container (AB-Konta) mit einer 50cm Stahlbeton-Abschirmung zur Einsatzstelle gerufen. Nach der Bergung des 82kg schweren Strahlenschutzbehälters unter entsprechender Strahlenschutzausrüstung wurde dieser dem Gewerbeaufsichtamt übergeben.

Die Strahlenschutzüberwachung - insbesondere die Filmdosimeter jeder Einsatzkraft im Gefahrenbereich - wird nun von einem autorisierten Institut ausgewertet.

Einsatzzeit: von 11:17 Uhr bis 16:17, somit 5 Stunden

Einsatzkräfte:
Freiwillige Feuerwehr Hasbergen - Vertreter GmBM: 1
Werkfeuerwehr Georgsmarienhütte GmbH: 1/1/8 = 10
Polizei und Einheit Umweltdelikte: 4
Ordnungsamt Hasbergen: 1
Gewerbeaufsichtsamt Osnabrück: 1

Fahrzeuge:
ELW 1 und MLW (Messleitwagen) der WF Georgsmarienhütte GmbH
WLF mit AB-Konta der WF Georgsmarienhütte GmbH


Text, Foto: Oliver Brune, Neue OZ
Internet: www.ff-hasbergen.de