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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

Zug 4 der FB Umwelt

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Landwirtschaftlicher Betrieb durch Großfeuer zerstört


GRAFELD - 29.06.2006

Einen verheerenden Großbrand bekämpften am 29.06.2006 die Feuerwehren in der Samtgemeinde Fürstenau. Gegen 12:20 Uhr heulten in Grafeld und Berge die Sirenen und riefen die Wehren zur Berger Straße nach Grafeld.

Vor Ort war beim Eintreffen zunächst nur eine starke Verqualmung zu sehen, jedoch zündete recht bald das Stallgebäude des landwirtschaftlichen Betriebes durch und brannte in voller Ausdehnung. Brandfördernd wirkte in diesem Zusammenhang das Stalllüftungssystem, welches die Brandausbreitung unterstützte.

Zwischenzeitlich wurden durch die Einsatzleitung die Feuerwehren aus Ohrtermersch, die Tanklöschfahrzeuge aus Bippen und Fürstenau, die Drehleitereinheit aus Nortrup sowie der Schlauchwagen SW 2000 aus Ankum angefordert.

Beim Brandobjekt handelt es sich um einen Sauenstall mit vier Abferkeleinheiten auf einer Fläche von 40 x 20 m. Angrenzend an das Brandobjekt liegt der Aufzuchtbereich, welcher durch eine Brandmauer gesichert ist.

Zwei primäre Aufgaben galt es in der ersten Phase des Brandes umzusetzen: Zum einen wurde versucht, das lebende Tiermaterial aus dem Stall zu retten. Zum anderen musste die Brandmauer gehalten werden, damit das Feuer nicht auf den angrenzenden Aufzuchtstall mit 700 Tieren übergriff.

Durch eine leistungsstarke Löschwasserversorgung von drei Hydranten, sowie einem Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen konnte die Ausbreitung des Brandes gestoppt werden.


Schwierig gestaltete es sich jedoch, die lebenden Tiere aus dem Gebäude zu retten, da kaum noch eine Möglichkeit zur Nutzung der Treibegänge vorhanden war. Herabgebrochene Dachkonstruktionsteile und Brandgut machten die Nutzung unmöglich. Daher wurden durch die Einsatzkräfte an mehreren Stellen Außenwanddurchbrüche gestemmt, damit die kleinen Ferkel sowie die noch mobilen Sauen ins Freie verbracht werden konnten.

Leider gab es für eine Vielzahl der Tiere keine Chance dem Brand zu entkommen. Nicht mehr mobile Tiere wurden durch ein Tierarztteam vor Ort eingeschläfert. Zur Sicherung der Einsatzkräfte stand die SEG 1 aus Ankum mit einem RTW bereit.


Die Brandursache ist bisher unbekannt. Noch vor Ort nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Eine Schadenshöhe ist bisher nicht ermittelt, jedoch wird sich diese sicherlich im sechsstelligen Bereich bewegen.





Text und Fotos: Daniel Holling und Björn Moormann