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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

IuK-Gruppe/ELW 2

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Autokran kippte um - Hydrauliköl lief aus


NIEDERMARK - 06.12.2006

Ein umgestürzter 50 Tonnen-Autokran hielt am gesamten Nachmittag des Nikolaustages die Ortsfeuerwehr Niedermark, am Campingplatz Teutoburger-Wald-See, in Atem. In der Mittagszeit gegen 12.50 Uhr ertönten die Meldeempfänger mit der Durchsage "Autokran verliert Öl".

Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, fanden sie einen umgestürzten Autokran vor, wo aus dem Entlüftungsstutzen des ca. 700 Liter fassenden Öltanks Hydrauliköl auslief.

Zuvor hatte der Kranwagen am Vormittag zwei große je 50 m3 fassende Stahltanks an zwei Stellen ins ausgebaggerte Erdreich gehievt, die zur Löschwasserentnahme im Brandfall für die Feuerwehr vorgesehen sind.

Als er dann nach Ende der Arbeiten den angehängten Tieflader des Transportfahrzeuges, der die Stahltanks angeliefert hatte, auf den vorderen Auflieger setzen wollte, um das Gespann entsprechend zu verkürzen, kippte der gesamte Autokran plötzlich zur Seite, so dass der Ausleger im Garten einer für die Camper befindlichen Imbissbude landete.

Zum Glück sind zu dieser Jahreszeit sehr wenig Camper am Teutoburger-Wald-See, so dass die Imbissbude in den Wintermonaten geschlossen hat. Daher wurde niemand verletzt, auch der Kranfahrer blieb unverletzt.

Die Feuerwehr Niedermark sicherte zunächst die Einsatzstelle und fing das auslaufende Hydrauliköl mit einer kleinen Mulde auf und pumpte es von dort mit einer Membranpumpe in größere Behältnisse um.

Das bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits ausgelaufene Hydrauliköl wurde von der Fahrbahn abgeschöpft und ebenfalls in Behältnisse gesammelt. Der Entlüftungstutzen konnte schließlich mit einem Holzkegel soweit abgedichtet werden, dass kein weiteres Öl mehr austrat.

Da in unmittelbarer Nähe der See angrenzt, wurde die untere Wasserbehörde alarmiert, die ebenfalls vor Ort war und das weitere Vorgehen mit der Einsatzleitung der Feuerwehr absprach.

Als sehr schwierig und aufwändig gestaltete sich das Aufrichten des Kranwagens. Der Ausleger war bereits auf mehrere Meter ausgefahren und hatte sich beim Umstürzen entsprechend verzogen. Daher waren insgesamt drei weitere Autokräne nötig, um das schwere Fahrzeug zu bergen.

Hierzu mussten an einigen Bäumen mehrere Äste entfernt werden, damit sich ein 200 Tonnen-Kran entsprechend positionieren konnte. Eigens für diese Bergung war auch ein Bergungstrupp von der Herstellerfirma für Autokrane aus Oberhausen angerückt. Man zog in Erwägung, den Ausleger mit einem Schneidbrenner zu durchtrennen, da er aufgrund seiner Beschädigungen wohl nicht mehr eingefahren werden kann.

Da mittlerweile die Dunkelheit einsetzte, wurde die gesamte Einsatzstelle mit sämtlichen Flutlichtstrahlern der FF Niedermark ausgeleuchtet. Gegen ca. 19.00 Uhr gelang es dann den Kranwagen aufzurichten.

Nicht bekannt war, wie viel Öl bereits ins Erdreich gesickert war, deshalb musste der Boden von einem ortsansässigen Baggerunternehmen entsprechend ausgekoffert werden. Selbst in Teilbereichen unter dem Asphalt hatte sich Hydrauliköl angesammelt. Hier wurde der Straßenbelag ebenfalls entsprechend aufgenommen und zusammen mit dem Erdreich über eine Fachfirma entsorgt.


Der aufgerichtete Kranwagen blieb über Nacht an der Unfallstelle, weil versucht werden sollte, ihn unter Tageslicht wieder flott zu machen. Ob der Ausleger sich dann einfahren lässt, wird sich ebenfalls herausstellen.

Neben der Feuerwehr waren auch der Bauhof der Gemeinde Hagen, der das aufgefangene Öl von der Einsatzstelle abtransportierte, und die Polizei Georgsmarienhütte im Einsatz. Für die Feuerwehr Niedermark endete dieser Einsatz nach acht Stunden am Abend um ca. 21.00 Uhr


Text, Fotos: Horst Igelbrink, Mario Hehmann
Internet: www.feuerwehr-niedermark.de