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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

TE Bahn

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Mehrere Verletzte bei Gasunfall in Fleischwarenfabrik


NORTRUP - 05.12.2007

Am Mittwochmorgen um kurz nach 6 Uhr kam es aus noch ungeklärter Ursache in einer Fleischwarenfabrik an der Hauptstraße in Nortrup zu einem Gasaustritt. Aus einem Schrankfroster im Verpackungsraum im Obergeschoss war Stickstoff entwichen und führte zu Sauerstoffmangel in dem Raum.

Da dieser Stoff geruchlos ist, wurde es von den Mitarbeitern, die dort mit der Verpackung beschäftigt waren, erst bemerkt als einige unter Atemnot litten und drei Personen umkippten. Somit gab es zwölf Verletzte, darunter drei Schwerverletzte.

Sofort löste die Feuerwehr-Einsatz- und Rettungsleitstelle Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst mit dem Stichwort "Massenanfall von Verletzten (MANV)" aus.

Die Feuerwehr Nortrup konnte durch Einsetzen von mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz die verletzten Personen aus den Gefahrenbereich retten und in einem nicht gefährdeten Raum unterbringen. Dabei wurden sie von der Feuerwehr Quakenbrück unterstützt.

Dort wurden sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut. Drei Notärzte nahmen die Erstversorgung auf, bis die Betroffenen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert wurden. Die drei Schwerverletzten kamen nach Quakenbrück, Ankum und Bramsche.

Der Fachzug Messen und Spüren der FB Umweltschutz konnte nach Messungen in dem Gebäude Entwarnung geben. Es wurden keine Schadstoffe mehr gefunden.

Im Einsatz waren ca. 180 Einsatzkräfte. Der Firmeninhaber Dr. Kühnl lobte die schnelle Hilfe der Kräfte, besonders der Feuerwehr Nortrup, die schnell zur Stelle war. Für die Bevölkerung hat zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Noch am Vormittag nahmen Polizei und Gewerbeaufsichtsamt die Ermittlungen zur Ursache auf.


Die IuK-Gruppe unterstützte die Einsatzleitung mit dem ELW 2 des Landkreises. Mit vor Ort waren auch der Fachzug 1 "Gefahrgut Nord" der FB Umwelt, die SEG 1 und SEG 2, 14 Rettungswagen, der Leitende Notarzt und der OrgL Rettungsdienst.


Text und Fotos: Bernhard Brinkmann