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Einheiten
Große Schadensereig- nisse und außerge- wöhnliche Einsätze stellen
die Hilfs- organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.
Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur
Verfügung.

Informieren Sie sich über:
die FB Nord,
die FB Süd,
die FB Umwelt,
die TE Bahn und
die IuK-Gruppe.
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Artenschutz fordert die Ortsfeuerwehr Hilter
HILTER - 23., 24. und 26.01.2008
Am Mittwoch, dem 23.01.2008 um kurz nach 9:00 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Hilter
alarmiert, um 160 Fledermäuse, speziell die Teichfledermäuse, vor dem Ertrinken zu
retten. In einem Waldgebiet haben sich die Tiere, die aus Holland, Mecklenburg-Vorpommern
und Umgebung kommen, in diesem Hilteraner Stollen zum Winterschlaf eingefunden.
Wie Gerhard Mäscher vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft,
Küsten und Naturschutz (NLWKN) mitteilte, schlafen die Fledermäuse bis April in
diesem mit Wasser voll gelaufenen Stollen. Durch eine Praktitantin, die ihre
Diplomarbeit über die Fledermäuse schreibt, ist auch genau bekannt, wieviele Tiere
dort überwintern.
Der Wasserpegel in dem Stollen war innerhalb von nur 24 Stunden um 50 Zentimeter
auf über zwei Meter gestiegen und bedeutete eine Gefahr für die unter Artenschutz
stehenden Tiere. Übrigens handelt es sich dabei um einen Bestand, der zu den größten
in ganz Nordwestdeutschland zählt.
Für die Feuerwehr Hilter war es kein leichter Einsatz in dem unwegsamen Gelände des
ehemaligen Steinbruchs. Die Tragkraftspritzen mussten mit einer Seilwinde vom Rüstwagen
über eine steile Böschung hinweg zu dem entstandenen See gebracht werden, ehe man
mit dem Auspumpen beginnen konnte.
In den Mittagstunden forderte man eine zweite Pumpe der Ortsfeuerwehr Borgloh an.
So wurden in dem Zeitraum von 10:30 Uhr bis 19:00 Uhr etwa 1600 Liter Wasser in der
Minute gefördert.
Zu einer weiteren Lagebesprechung zwischen Herrn Mäscher und der Feuerwehr traf man
sich gegen 16:00 Uhr. Da der Bestand auf jeden Fall geschützt werden sollte, rief
man die Feuerwehr Bad Rothenfelde mit ihrer Tragkraftspritze und das Technische
Hilfswerk Bad Essen zur weiteren Unterstützung.
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Leider stellte sich heraus, dass die Pumpe vom Technischen Hilfswerk für das
schwierige Gelände nicht geeignet war, so dass ab 20:00 Uhr 2400 Liter Wasser aus
dem entstandenen See gepumpt wurden.
Die Ortfeuerwehr Hilter richtete eine Nachtschicht mit Ablösungen ein. Der GW-L wurde
mit drei Klappbetten versehen und im Drei-Stunden-Takt wurde dann eine Nachtschicht
von zwei bis drei Kameraden gestellt. Nach gut 100 Minuten wurden die Tragkraftspritzen
getankt und eine Schlauchkontrolle durchgeführt.
Bis zum Einsatzende am Donnerstag um 15:00 Uhr wurde so verfahren. Dann begann der
Abbau von mehr als 1400 Meter B-Schläuchen. Ob die Röhre eventuell mit Sandsäcken
verdichtet wird oder welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden sollen war am
Donnerstag noch offen.
Am Samstag hieß es dann noch einmal technische Hilfeleistung Tierrettung. Mit
108 Sandsäcken, die vorher am Feuerwehrhaus in Hilter gefüllt wurden, rückten
die Feuerwehrmitglieder der Ortsfeuerwehr Hilter am Samstag um 13:00 Uhr aus.
Mit den Sandsäcken soll der Erfolg, der durch den Einsatz dreier Tragkraftspritzen,
die mehr als 24 Stunden liefen untermauert werden. Der Nachlauf aus dem Berg an
Wasser in den Stollen, sollte mit dieser aufwendigen Aktion gestoppt werden.
Mehr als 30 Höhenmeter rauf und dann wieder runter mussten überwunden werden.
1,75 Tonnen Sand mit Muskelkraft den Berg rauf. Abwärts ging es für die Sandsäcke
mit einer alten Rettungswanne. Von dort aus noch einmal auf der Schulter bis zum
Einlauf des Stollens.
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Michael Werner und Eike Zimmermann verbauten die Sandsäcke in dem angestauten
Wasser. Mit Watthosen und extra langen Gummihandschuhen bekleidet, hatte sie den
schwierigsten Job. Mit Fingerspitzengefühl mussten sie die Sandsäcke so verbauen,
dass diese die gewünschte Dichtigkeit erreichen.
Nach drei Stunden schwerer körperlicher Arbeit ging der aufwändige Einsatz an diesem
Tag zu Ende.
Der tagelange Pumpeinsatz und das Verschließen des Tunnels hat sich gelohnt. Wie
der Fledermausbeauftragte des Landkreises Osnabrück Gerd Mäscher der Ortsfeuerwehr
Hilter mitteilte, konnten am Samstag, dem 02.02.2008 137 lebende Fledermäuse gezählt
werden. Auf dem Bild sind David Hellmann und Vanessa Korn beim Zählen in dem Gewölbe
zu sehen.
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