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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

FB Umwelt

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Dachtuhlbrand statt Karneval
Feuer vernichtet Wohnhaus



BISSENDORF - 08.02.2009

Eigentlich wollten sich einige Kameraden der Feuerwehr Bissendorf gerade auf dem Weg zur Absicherung des Karnevalumzuges machen, als gegen 14:00 Uhr die Meldeempfänger der Feuerwehren aus Bissendorf, Schledehausen und Jeggen ertönten. Erst dachte die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges daran, dass jemand aus versehen an die Alarmwiederholung seines Meldeempfängers gekommen war. Als aber weitere Tonfolgen über das Fahrzeugfunkgerät liefen, war klar dass es sich wirklich um einen Alarm handelte. Im Bissendorfer Ortsteil Uphausen brannte ein Wohnhaus auf einem landwirtschaftlichen Anwesen.
Beim Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges lag über dem Wohnhaus eine große Rauchwolke, von außen war noch kein offenes Feuer zu sehen. Alle Bewohner des zweistöckigen Hauses hatten sich bereits auf dem Hof in Sicherheit gebracht. Umgehend wurde ein Trupp unter Atemschutz zur Erkundung und Brandbekämpfung in das völlig verqualmte zweite Obergeschoss geschickt. Im vorderen, ausgebauten Bereich des Dachbodens konnte ein stark aufgeheizter Raum lokalisiert werden, dieser wurde unter höchster Vorsicht und ständiger Rauchgaskühlung betreten und eine erste Brandbekämpfung durchgeführt.

Mittlerweile trafen weitere Fahrzeuge der alarmierten Feuerwehren ein, welche umgehend weitere Atemschutzgeräteträger bereitstellten und eine Wasserversorgung aus einer ca. 500 Meter entfernten Zisterne herstellten. Nachdem die Dachhaut bereits stellenweise durchgebrannt war, gelangten weitere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung über Steckleitern auf den Dachboden. Damit das Feuer nicht weiter über den Spitzboden ziehen konnte, wurden von der Drehleiter Schledehausen weitere Dachpfannen entfernt und der Brand bekämpft. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, mussten mit der Wärmebildkamera nach weiteren Glutnester gesucht werden. Mit Hilfe der Rettungssäge wurde die Holzdecke in einigen Bereichen geöffnet und anschießend abgelöscht. Nach dieser Maßnahme konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Nun galt es für die Feuerwehren noch das Loch im Dach mittels einer Folie gegen den einsetzenden Regen provisorisch abzudichten.

Während des Einsatzes wurden die etwa 60 Rettungskräfte vom DRK mit Getränken versorgt. Nach etwa dreieinhalb Stunden konnte die Einsatzstelle an den Besitzer übergeben werden. Zur Brandursache und Schadenshöhe hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Wohl nur dem glücklichen Umstand, dass die Feuerwehr so früh am Brandort sein konnte, ist es zu verdanken das das Haus nicht komplett den Flammen zum Opfer fiel, auch wenn dieses durch Brandrauch und Löschwasser stark beschädigt wurde.

Text: Dennis Wermann
Fotos: Hubert Dutschek