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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

FB Umwelt

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Holzgebäude einer Jugendwohngruppe in Wimmer brannte
Durch Rauchmelder einer Katastrophe entgangen



WIMMER - 28.01.2010

Die Betreuerin einer Jugendwohngruppe in Wimmer wurde am Donnerstag früh gegen 2 Uhr wach. Die Rauchmelder, die im hölzernen Wohngebäude angebracht waren, hatten Alarm geschlagen. Die Betreuerin sah aus dem Fenster und erkannte rot glühenden Feuerschein. Ohne Zögern weckte sie die sechs jugendlichen Bewohner im Alter von 10 bis 19 Jahren und brachte sie nach draußen in Sicherheit.
Inzwischen wurde auch der Notruf abgesetzt. Die Einsatzleitstelle gab Alarm für die Ortsfeuerwehren Wimmer, Heithöfen, Lintorf sowie die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug Bad Essen/Eielstädt/Wittlage. Rettungsdienst und Notarzt wurden ebenfalls ins Marsch gesetzt.
"Bei Eintreffen stand der Giebel in Vollbrand. Sofort wurde unter Atemschutz das Gebäude sicherheitshalber nach Personen durchsucht und die Brandbekämpfung mit mehreren Rohren vorgenommen. Flammen schlugen aus den Lüftungskanälen in den Innenraum", berichtete Ortsbrandmeister Ulrich Witte, der auch den Einsatz leitete.
> Das Feuer war im Bereich des Kachelofens beziehungsweise des außen verlaufenden Edelstahlschornsteins entstanden und hatte sich in den Hohlräumen des Wandaufbaus bis zum Dachfirst durchgefressen. Teilweise musste mit der Motorsäge und der Feuerwehraxt die Außenverkleidung geöffnet werden, um gezielt Löschwasser einbringen zu können. Dachziegel wurde ebenfalls abgetragen. Die Hitze war so gewaltig, dass sogar das Isolationsmaterial verbrannte. Zur Suche der Glutnester kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz. Die aufwendigen Löscharbeiten durch die insgesamt 45 Feuerwehrkräfte zogen sich bis gegen 6 Uhr hin.
Die Schnelleinsatzgruppe 4 des DRK- Ortsvereins Bad Essen nahm sich der sechs Jugendlichen und ihrer Betreuerin in den beheizten Einsatzfahrzeugen an. Auch der Leiter der Einrichtung eilte zum Einsatzort. Er war sichtlich erleichtert, dass alle Bewohner unverletzt in Sicherheit gebracht worden waren.
Durch den Gebäudeschaden ist das Haus unbewohnbar. Unter Begleitung von Feuerwehrkräften konnten die Bewohner das Gebäude betreten, um einige wenige Habseligkeiten mitzunehmen. Die Jugendlichen werden zunächst im Haus Sonnenwinkel untergebracht. Brandexperten der Polizei nahmen noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf.
Abschließend sagte der stellvertretenden Gemeindebrandmeister Bad Essens Jürgen Wilms: "Die Bewohner sind dank der Rauchmelder einer Katastrophe entgangen. Gerade durch die im Haus installierte Be- und Entlüftungsanlage hätten sich die giftigen Brandgase schnell in alle Räume verteilen können. Die Rauchmelder haben hier unzweifelhaft Leben gerettet."

Text und Fotos: Hubert Dutschek