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Einheiten

Große Schadensereig-
nisse und außerge-
wöhnliche Einsätze stellen die Hilfs-
organisationen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Für die Wahrnehmung übergemeindlicher (Fach)-Aufgaben und zur Nachbarschafts-
hilfe stehen in der Kreisfeuerwehr mehrere strukturierte Einheiten zur Verfügung.

FB Umwelt

Informieren Sie sich über: die FB Nord, die FB Süd, die FB Umwelt, die TE Bahn und die IuK-Gruppe.


Einsätze


Waldbrand in Ankum- Westerholte
120 Einsatzkräfte mehrere Stunden bei über 30 Grad im Einsatz


ANKUM - 13.09.2016

Am Dienstagnachmittag um 15:16 Uhr wurde zunächst die Feuerwehr Ankum zu einem Flächenbrand in einem Nadelwald an der Hamberger Straße im Ankumer Ortsteil Westerholte alarmiert. Kurz zuvor wurden Anwohner durch einen Anrufer drauf hingewiesen das es in dem Wald brennen würde. Die Anwohner alarmierten daraufhin umgehend die Feuerwehr.
Noch während der Anfahrt zur Einsatzstelle breitete sich das Bodenfeuer auf eine Fläche von ca. 500 x 5 Metern aus. Aufgrund der zunächst schlechten Wasserversorgung wurden im Einsatzverlauf die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren aus Alfhausen, Badbergen, Bersenbrück, Gehrde, Hesepe und Merzen alarmiert. An einem Hydranten wurde eine Wasserentnahmestelle eingerichtet an der die Tanklöschfahrzeuge ihre Wassertanks auffüllen konnten und dann im Pendelverkehr zur Einsatzstelle brachten. Später wurde eine Wasserentnahmestelle an einem Teich eingerichtet und eine 2000 Meter lange Schlauchleitung mit dem Schlauchwagen der Feuerwehr Ankum zur Einsatzstelle verlegt.
Zur Absicherung der Einsatzkräfte wurde zunächst ein Rettungswagen von der Rettungswache Ankum gestellt. Später wurde dieser von Einsatzkräften der SEG 1 des Deutschen Roten Kreuzes abgelöst. Da Temperaturen von über 30 Grad herrschten und ein Einsatzende nicht absehbar war, wurden gekühlte Getränke von der Feldküche der Feuerwehr Bippen zur Einsatzstelle gebracht. Im Verlauf des Einsatzes wurden 13 C- Rohre, 1 B - Rohr und 2 Wasserwerfer eingesetzt. Obwohl das "offene Feuer" zügig gelöscht werden konnte, zogen sich die Nachlöscharbeiten bis in die Abendstunden hin.
Insgesamt waren 120 Kräfte der Feuerwehr mit 20 Fahrzeugen bis 20:25 Uhr im Einsatz. Dazu kommen noch Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei sowie dem Kreisbrandmeister, Gemeindebrandmeister und dem Waldbrandbeauftragten. Die Polizei nahm noch während des Einsatzes die Brandursachenermittlung auf. Nachlöscharbeiten am Donnerstag: 2 Tage später, am Donnerstag wurde die Feuerwehr Ankum um 12:23 Uhr zu Nachlöscharbeiten alarmiert. Die Eigentümer hatten tags zuvor immer wieder kleiner Glutnester abgelöscht und Sand auf der vom Brand betroffenen Fläche ausgebracht. Von der Feldseite her wurde Wasser aus Güllefässern verteilt. Am Donnerstag hatten sich begünstigt durch den auffrischenden Wind, wieder mehrere Glutnester gebildet, sodass sich die Besitzer entschieden die Feuerwehr zur Hilfe zu holen.
Die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit den beiden Tanklöschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen an. Mit den beiden Schnellangriffen der Tanklöschfahrzeuge wurden bis gegen 14 Uhr Nachlöscharbeiten durchgeführt. Um 14:30 Uhr war dann der Einsatz beendet.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei besteht der Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung. Unbekannte Personen hatten offensichtlich ein Lager-/Grillfeuer veranstaltet und dadurch den Brand herbeigeführt. Der entstandene Schaden an dem Baumbestand und einer angrenzenden Ackerfläche wird auf ca. 10.000 Euro geschätzt. Die Polizei Bersenbrück bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise werden unter der Rufnummer 05439/9690 entgegengenommen.

Text und Fotos: Patrick Siebrecht