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Einsätze
Täglich rücken Feuerwehren im Landkreis Osnabrück aus, um bei Bränden,
Verkehrsunfällen oder anderen Unglücken schnell und qualifiziert Hilfe
zu leisten.
Annähernd 4.000 Einsätze werden in jedem Jahr von den ausschließlich
ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitgliedern bewältigt.

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Bombenentschärfung und Evakuierung in der Stadt Osnabrück
Kreisfeuerwehr Osnabrück mit rund 80 Kräften im Einsatz
OSNABRÜCK
Die größte Bombenräumung in ihrer Geschichte erlebte die Stadt Osnabrück am Sonntag, den 4. Januar 2009. Im Bereich Hafen / Westerberg waren vier Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt worden, die entschärft werden sollten. 15.000 Osnabrücker mussten ihre Wohnungen verlassen. Drei Krankenhäuser (Klinikum Osnabrück, Klinikum Osnabrück am Natruper Holz, Paracelsusklinik) und ein Altenheim mussten evakuiert werden. Rund 400 Krankentransporte mussten durchgeführt werden.
Nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen konnte der Sprengmeister zwei der vier Fliegerbomben entschärfen, die beiden anderen 5-Zentner-Bomben mussten vor Ort gesprengt werden
Die Vorbereitungen für diese Aktion waren gigantisch: Insgesamt rund 1600 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk waren mit ca. 430 Fahrzeugen im Einsatz, um dafür zu sorgen, dass der Gefahrenbereich menschenleer geräumt wurde. Mit dabei auch 400 Beamtinnen und Beamte der Polizei.
Die für die Einsatzplanung Verantwortlichen von Feuerwehr und Verwaltung der Stadt Osnabrück konnten bei der Vorbereitung auf die überörtlichen Strukturen des "Bahn-Regio-Konzeptes" zurückgreifen.
Zum Hintergrund: Am 25.02.2002 haben die Städte Münster und Osnabrück sowie die Landkreise Steinfurt, Warendorf und Osnabrück eine gemeinsame Abschlusserklärung unterzeichnet. Hier heißt es unter anderem: "Die unterzeichnenden Gebietskörperschaften verpflichten sich [...] zur engen Zusammenarbeit in allen Bereichen der Gefahrenabwehr. […] Eine Gebietskörperschaft allein ist nicht nur bei größeren Bahnunfällen sondern in allen Bereichen der Gefahrenabwehr bei der Bewältigung eines größeren Schadensereignisses möglicherweise nicht in der Lage, dieses zu bewältigen und ist so auf jeden Fall auf die Hilfe der benachbarten Gebietskörperschaften angewiesen."
Auf dieser Grundlage kamen am Sonntag Mannschaften und Gerät von Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück sowie den Regierungsbezirken Münster und Arnsberg zum Einsatz.
Allein von der Kreisfeuerwehr Osnabrück waren im Einsatz:
- ELW 2 des Landkeises Osnabrück für den Einsatzabschnitt "Objekte"
- ELW 1 der Ortsfeuerwehr Hilter für die technische Unterstützung der Pressearbeit
- Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord: Fachzug 4 Logistik, Fachgruppe Verpflegung
- Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd: Fachzug 4 Logistik, Fachgruppe Verpflegung
- Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord und Süd: Fachgruppen Verkehrslenkung/Lotsendienst
- Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord: Teileinheiten aus den Ortsfeuerwehren Bramsche, Berge und Bippen
- Kreisbrandmeister im Einsatzstab der Feuerwehr der Stadt Osnabrück als Fachberater Kreisfeuerwehr
Die Fachgruppen Verpflegung mit Kameraden aus den Ortsfeuerwehren Bippen, Merzen, Kloster Oesede, Jeggen, Hagen und Hilter hatten an ihrem Standort am Flugplatz Atter rund 900 ehrenamtliche Helfer morgen, mittags und abends zu verpflegen. Für die Fachgruppen Verkehrslenkung waren Kameraden der Ortsfeuerwehren Menslage, Ankum und Bad Iburg u.a. mit zwei Krädern im Einsatz. Zur Unterstützung des Untereinsatzabschnittes "Küpper-Menke-Stift" wurden die Teileinheiten aus der Feuerwehrbereitschaft Nord eingesetzt. Insgesamt waren am Sonntag von der Kreisfeuerwehr Osnabrück rund 80 Kräfte im Einsatz.
Von allen Seiten wurde der Feuerwehr der Stadt Osnabrück eine ausgezeichnete Einsatzplanung. Trotz der widrigen Witterungsumstände konnten am Abend alle geräumten Personen wieder unversehrt ihre Wohnungen betreten.
| Text: |
Volker Köster |
| Fotos: |
Ralf Winkler |
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