Fachdienstleiter Jürgen Loest verabschiedet
Beispielhafte Pionierarbeit für die Feuerwehr- und Notfallseelsorge geleistet
OSNABRÜCK
Im Rahmen der Kleinen Dienstversammlung der Kreisfeuerwehr Osnabrück wurde jetzt der langjährige Fachdienstleiter Feuerwehrseelsorge Jürgen Loest zum 30.06.20010 offiziell verabschiedet. Kreisbrandmeister Heiner Prell überreicht dem engagierten Pastor und ehrenamtlichen Feuerwehrmann die formelle Entlassungsurkunde sowie als kleines Dankeschön für seine geleistete Dienste einen Präsentkorb.
Kreisbrandmeister Heiner Prell dankt dem scheidenden Fachdienstleiter Jürgen Loest für sein großes Engagement im Bereich der Feuerwehr- und Notfallseelsorge.
Prell lobte die Arbeit von Jürgen Loest als beispielhafte Pionierarbeit für die Notfall- und Feuerwehrseelsorge. Loest habe schon früh die seelischen Probleme, die bei Einsätzen für Feuerwehrangehörige aber auch Angehörige von Unfallopfern entstehen können, erkannt und diese Erkenntnis als Aufgabe verstanden. Mit großem Engagement und viel persönlichem Einsatz sei er vor 15 Jahren angefangen eine landkreisweite Notfallseelsorge unter dem Dach der Feuerwehr aufzubauen. Der Name Jürgen Loest sei jedem Feuerwehrmann im Osnabrücker Land und das sogenannten "Osnabrücker Modell" auch weit darüber hinaus bekannt. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen, Vorträge, Informationsabende aber auch die ganz persönliche Hilfe in vielen Einzelgesprächen kennzeichneten die Arbeit von Jürgen Loest.
Neben der eigentlichen Betreuungsarbeit sei es Jürgen Loest mit seinen bildlichen und plastischen Darstellung gelungen, die Problematik seelische Nöte und Sorgen zunächst einmal in das Bewusstsein der Verantwortlichen zu holen. So sei die Erkenntnis gewachsen, dass schwere Unfälle und ähnliche Ereignisse nicht nur die äußere Bewältigung der Situation und die medizinische Versorgung Betroffener, sondern auch eine seelische Betreuung erfordern.
Sein Ratgeber "AUSHALTEN. KRAFT FINDEN. AUFSTEHEN (Seelische Belastungen verstehen und Hilfe finden. Ein Ratgeber
für Feuerwehr - Polizei - Rettungsdienst in Kurzform)" sei fester Bestandteil in vielen Uniform- und Einsatzjacken der Feuerwehrführungskräfte. Auch dafür gelte dem scheidenden Fachdienstleiter großer Dank. Die Auszeichnung mit dem Feuerwehrehrenkreuz im Jahre 2006 sei nur eine kleine Anerkennung für das gewesen, was Jürgen Loest für die Notfallseelsorge im Bereich der Feuerwehr und darüber hinaus geleistet habe.
Prell bedauerte den Fortgang des scheidenden Fachdienstleiters aus den Reihen der Kreisfeuerwehr Osnabrück, wünschte ihm aber gleichzeitig auf seinem beruflichen Weg in der neuen Heimat Hildesheim viel Glück und Erfolg.
Jürgen Loest dankte den anwesenden Feuerwehrführungskräften sowie den Vertretern der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit in den vergangen Jahren. Er betonte, dass die Feuerwehr eine wichtige sozial stabilisierende Funktion in der Gesellschaft übernehme. Dies werde in der Bevölkerung immer noch viel zu wenig wahrgenommen. Die Feuerwehren seien diejenigen, die Tag für Tag, rund um die Uhr, ob es stürmt oder schneit, bereit stehen und mit hoher Kompetenz helfen, wenn sie gerufen werden. Dies könne gar nicht hoch genug bewertet werden.