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Einsätze

Täglich rücken Feuerwehren im Landkreis Osnabrück aus, um bei Bränden, Verkehrsunfällen oder anderen Unglücken schnell und qualifiziert Hilfe zu leisten.

Annähernd 4.000 Einsätze werden in jedem Jahr von den ausschließlich ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitgliedern bewältigt.

Hier finden Sie Berichte über Einsätze der Feuerwehren

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Aktuelles


Verbandstag beim Feuerwehrverband Altkreis Bersenbrück e.V.


NORTRUP/ALTKREIS BERSENBRÜCK

Auch die Freiwilligen Feuerwehren im Altkreis Bersenbrück wollen sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Knappe Kassen, demografischer Wandel und ein sich veränderndes gesellschaftliches Klima erfordern nach Ansicht des Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück Manfred Buhr neue Konzepte. "Das kann aber nicht verordnet werden, es muss langsam wachsen", sagte er beim Verbandstag am Freitagabend in Nortrup.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielten: Jürgen Willmeyer (Feuerwehr Badbergen), Hermann Keck (Feuerwehr Talge), Wilhelm Keck (Feuerwehr Talge), Alfred Schillingmann (Feuerwehr Bippen), Dieter Upmann (Feuerwehr Bippen).

Der Feuerwehrverband Altkreis Bersenbrück vergab daneben Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft: 40 Jahre: Heinrich Temme (Feuerwehr Ueffeln), Theo Glurich (Feuerwehr Merzen), Gustav Schlottmann (Feuerwehr Grönloh), Manfred von Felde (Feuerwehr Nortrup), Walter Weßling (Feuerwehr Alfhausen); 50 Jahre: Heinrich Eggemann (Feuerwehr Badbergen), Gerd Berling (Feuerwehr Ankum), Hubert Welling (Feuerwehr Neuenkirchen), Walter Weßling (Feuerwehr Ueffeln); 60 Jahre: Otto Kamper (Feuerwehr Menslage).

Gastgeber war die Freiwillige Feuerwehr aus Anlass ihrer 125-Jahr-Feier. Stolz war Buhr, zugleich Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Artland, auf die rund 1300 Mitglieder in den Feuerwehren in den Städten und Gemeinden des Altkreises Bersenbrück und auf die Jugendfeuerwehr. Noch mache sich der demografische Wandel nicht bemerkbar. Trotzdem gelte es, Existenz und Einsatzbereitschaft der Feuerwehren langfristig zu sichern. Manfred Buhr ist überzeugt: Gerade in der Fläche leistet das freiwillige Feuerwehrwesen gute Dienste und sei letztlich unentbehrlich. Zweifel von Außenstehenden an der Notwendigkeit einer so großen Anzahl von Feuerwehren ließ der Verbandsvorsitzende nicht zu. Gerade Katastrophen in jüngster Vergangenheit hätten gezeigt, "wie wichtig jede helfende Hand ist".

Die Wehren im Nordkreis sind nach Buhrs Worten gut ausgestattet, ihre Mitglieder gut ausgebildet und damit "ein Garant für eine hochwertige Gefahrenabwehr". Die Aufgaben seien mit der Zeit immer umfangreicher geworden. Nur eines habe sich seit Gründung der Feuerwehren nicht verändert: "Selbstlos Menschen zu helfen, die in Not geraten sind", stellte der Gemeindebrandmeister heraus. Doch die Gefahrenabwehr funktioniere nur, wenn auch das Umfeld stimmt: "Familie, Feuerschutzträger, aber auch Arbeitgeber müssen mitspielen", sagte er. Diesen Spagat hinzubekommen, werde für die Feuerwehr immer schwieriger. Deshalb, versprach Buhr, werde sie sich neuen Konzepten nicht verschließen. Zeiten, in denen die Träger der Wehren wirtschaftlichen Zwängen ausgesetzt seien, "fordern uns allen Flexibilität und vorausschauendes Handeln ab".

Mit der silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes ehrten Vorsitzender Manfred Buhr (links) und sein Stellvertreter Cornelis van de Water (rechts) Bersenbrücks Gemeindebrandmeister Günther Welp.

Der Ortsbrandmeister aus Nortrup, Andreas Völpel erhält die Ehrenurkunde der Kreisfeuerwehr Osnabrück.

Und genau um Verständnis und gegenseitiges Vertrauen in für die Kommunen finanziell schwierigen Zeiten hatte der Artländer Samtgemeindebürgermeister Reinhard Scholz zuvor geworben. Ausdrücklich lobte er die Arbeit der Feuerwehren, deren Mitglieder sich rund um die Uhr ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft stellten: "Wir haben gute Wehren im Altkreis Bersenbrück, und die Bürger sind stolz auf sie." Etwa 450 Feuerwehrleute hatten den Weg in das Festzelt beim Heimathaus gefunden. Das sei ein beeindruckendes Bild, wie Nortrups Bürgermeister Leonhard Renze und die Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen (CDU) und Claus Peter Poppe (SPD) feststellten. "Schön zu wissen, dass ihr da seid. Besser aber ist es natürlich, wenn man euch nicht braucht", merkte Annelie Krampe schmunzelnd an. Die FDP-Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung des Kreistages nahm später gemeinsam mit Kreisbrandmeister Heiner Prell die Ehrung von Feuerwehrmännern vor. Dieser beglückwünschte die Feuerwehr Nortrup zu ihrer 125-Jahr-Feier und die Feuerwehren im Altkreis: "Dessen Markenzeichen sind leistungsstarke Feuerwehren, die hervorragend organisiert sind", sagte Prell.

Günther Welp, Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Bersenbrück, ist mit der Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ausgezeichnet worden. Beim Verbandstag des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück am Freitagabend in Nortrup würdigte dessen Vorsitzender Manfred Buhr die Verdienste des Bersenbrückers. Seit inzwischen 42 Jahren gehört Welp der freiwilligen Feuerwehr an. Von 1988 bis 1993 war er Ortsbrandmeister der Bersenbrücker Feuerwehr, seit 1993 steht er den sieben Wehren in der Samtgemeinde Bersenbrück als Gemeindebrandmeister vor. Er war Zugführer der Kreisfeuerwehrbereitschaft und ist seit 15 Jahren Pressewart auf Kreisebene. Auch dem Vorstand des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück gehöre er an. "Er ist ein Aktivposten in der Vorstandsarbeit", sagte Manfred Buhr in der Laudatio. Als Gemeindebrandmeister wirke Günther Welp in der Samtgemeinde Bersenbrück "zum Wohle aller in ausgleichender und zielorientierter Weise".

Text: Christian Geers, Bersenbrücker Kreisblatt
Fotos: Herbert Kempe