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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Fortbildung der Technischen Einheit 2 Bahn an der THW Bundesschule in Hoya

HOYA

So ziemlich jeder Angehöriger einer Rettungsorganisation kann sich noch zurückerinnern. Damals ist in Eschede ein ICE verunglückt, es gab mehrere Tote und die Hilfsorganisationen gaben alles, um die Personen zu befreien.
Aufgrund dessen und weiterer Unglücke mit Eisenbahnen, wurden sogenannte "Technische Einheiten Bahn" aufgestellt. Diese setzen sich aus dem THW sowie der Feuerwehr zusammen. Die Technische Einheit (TE) 2 Bahn wird vom THW Bad Essen und den Feuerwehren Rieste, Achmer und Bramsche gebildet. An vergangenen Wochenende wurde die Zusammenarbeit im Ernstfall an der THW Bundesschule im niedersächsischen Hoya geübt. Zugführer der TE-Bahn, Jörg Hagemann, hat sich dazu einiges einfallen lassen. Am Freitag ging es in Kolonne Richtung Hoya, was gleich die erste Aufgabe bedeutete: möglichst alle Fahrzeug zusammen gleichmäßig ohne Störung zum Einsatzort verlegen.
In Hoya angekommen war eine kurze Verschnaufpause, bevor es in die Übungen ging. Für die Führungskräfte ging es in der Übung um die Kommunikation und darum, was die einzelnen Punkte vor Ort für Aufgaben haben und welches Material benötigt wird. An der zweiten Station wurde ausgiebig mit Trenngeräten (Motorsäge, Motortrennschleifer, Twinsaw...) an verschiedenen Materialien geübt. So zeigte sich eindrucksvoll die Bildung von Staub, als 1cm dicke Glasscheiben gesägt wurden. Der Abend wurde dann beim Grillen reflektiert.
Samstagmorgen ging es dann schon recht früh aus den Feldbetten. Frühstücken und dann aufräumen. Im Anschluss ging es dann mit Mannschaft und Gerät auf den Übungsplatz, wo auf die Einsatzkräfte ein erschreckendes Bild wartete. Ein Personenwaggon lag entgleist auf der rechten Seite neben dem Gleis. Im Zug sollen noch mindestens vier Personen sein. Alle brauchen Hilfe. Jetzt konnte gezeigt werden, was bereits der Freitag gebracht hatte. Erkundung der Lage vor Ort. Einrichten eines sogenannten Eingleispunktes, von dem später das Personal und das Material eingesetzt werden. Aufbau der Einsatzleitung. Die Lage gab vor, dass es in den nächsten Stunden bereits dunkel werden würde. So musste auf der Strecke für Licht gesorgt werden. Die Rettung der Personen erfolgte dann recht zügig, nachdem der Zugang in das Innere geschaffen wurde. Dazu wurden Leitern und Arbeitsbühnen aufgebaut.
Dieses Ausbildungswochenende war eine tolle Erfahrung für alle. Hoffen wir, dass es wir es nicht im Ernstfall anwenden müssen.


Text und Fotos: Marc Piwinski