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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Einsatzübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord bei Firma Agro Federkerne
Umfangreiche Aufgaben routiniert abgearbeitet


BAD ESSEN

Ein Großbrand bei der Firma AGRO Federkerne am Senfdamm in Bad Essen war am vergangenen Samstag Gegenstand der diesjährigen Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord des Landkreises Osnabrück. Unter den fachkundigen Blicken zahlreicher Übungsbeobachter, mit dabei auch Brandabschnittsleiter Nord Ralf auf dem Felde, sein Stellvertreter Stephan Bölscher, der stv. Abschnittsleiter Süd Ludger Flohre sowie Klaus Wübbolding und Benedikt Guss vom Landkreis Osnabrück, wurden die sich stellenden Aufgaben routiniert abgearbeitet. Auch ARGRO Geschäftsfüher Gerd-Uwe Schmidt beobachtete interessiert die Arbeit der Feuerwehren auf seinem Firmengelände.
Dabei hatte sich das Team der Übungsvorbereitung einiges einfallen lassen. Laut Übungsdrehbuch war es im Bereich der Produktionshalle 4 zu einem Brand gekommen. Hierdurch wurde bestimmungsgemäß die Brandmeldeanlage ausgelöst. Daraufhin wurde durch die Rettungsleitstelle die Bad Essener Alarmeinheit "HüBaLi" (Hüsede/Barkhausen/Linne) zur Einsatzstelle alarmiert.
Vor Ort stellten die ersten Kräfte eine starke Brandausbreitung in Halle 4 fest. Ein Innenangriff war nicht mehr möglich. Starker Wind trieb den Funkenflug in Richtung Produktionshalle 3. In der angrenzenden Sortierhalle wurden aufgrund der starken Verqualmung drei Mitarbeiter vermisst. Um die Situation zu verschärfen war laut Drehbuch zudem der Unterflurhydrant vor Produktionshalle 4 defekt.
Schnell erkannte Einsatzleiter Stephan Silge, dass seine Kräfte nicht ausreichten. Er forderte von der Leitstelle Verstärkung an. Da sich die Feuerwehrbereitschaft Nord bereits im Gewerbegebiet Wehrendorf am Kanal getroffen hatte, wurde sie zur Einsatzstelle beordert.
Bereitschaftsführer Uwe Rasch sowie sein Stellvertreter Herbert Kempe rückten mit der Führungsgruppe als ersten zum Firmengelände vor um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und dann die einzelnen Fachzüge gezielt aus dem Bereitstellungsraum abzurufen und einzuteilen.
So wurden als erstes die Fachzüge 1 und 2 zur Einsatzstelle beordert. Fachzug 1 erhielt den Auftrag eine Riegelstellung zwischen den Hallen 3 und 4 zur Eindämmung des Funkenfluges aufzubauen. Zudem musste eine ca. 600m lange B-Druckleitung von der Hunte zur Einsatzstelle verlegt werden. Fachzug 2 erhielt den Auftrag, eine kontinuierlichen Wasserversorgung für die Alarmeinheit "HüBaLi" aufzubauen. Zudem sollte Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zwischen dem Hydrant an der Hüseder Str. und der Einsatzstelle aufgebaut werden.
Der Fachzug 3 wurde zur Rettung der vermissten Personen in der Sortierhalle eingesetzt. Zwei Mitarbeiter waren unter umgestürzten Maschinen und einer großen Papierrolle eingeklemmt und musste in der total verrauchten Halle mit schwerem technischem Gerät befreit werden. Eine schweißtreibende Aufgabe für die eingesetzten Atemschutzschutztrupps.
Brandbekämpfung mittels Außenangriff über das Dach der Produktionshalle 4 lautet der Einsatzauftrag für den Fachzug 5. Hierzu musste eine Löschwasserversorgung mit zwei B Leitungen vom firmeneigenen Löschwasserteich aufgebaut werden.
Alle Arbeiten wurden von der Führungsgruppe der FB Nord koordiniert und in einer Lagekarte dokumentiert. Nach rund zwei Stunden waren alle Aufgaben erfolgreich abgearbeitet und es konnte Übungsende verkündet werden. Der Fachzug Verpflegung hatte zwischenzeitlich ein schmackhaftes Essen vorbereitet, so dass die Einsatzkräfte gegen 17.30 Uhr wohl gestärkt die Rückfahrt in ihre Heimatstandorte antreten konnten.



Text und Fotos: Volker Köster