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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Strukturen in der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd haben sich bewährt
Zweitägige Übung in Spelle im Landkreis Emsland

OSNABRÜCK/SPELLE


Die Firma KRONE in Spelle im Landkreis Emsland war Anfang Juni das Ziel einer zweitägigen Einsatzübung der Kreisfeuerwehrbereischaft Süd sowie die IUK Gruppe Süd / ELW 2 der Kreisfeuerwehr Osnabrück. Neben der sog. Kolonnenfahrt zum Einsatzort in Spelle, wurden die Schwerpunkte Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung weiter vertieft.
Nachdem alle fünf Fachzüge den Bereitstellungsraum an der FTZ Süd in Georgsmarienhütte erreicht haben, wurde eine erste Einheitsführerbesprechung mit der Bereitschaftsführung inkl. Führungsgruppe, den Zugführern der Fachzüge und der IUK-Gruppe Süd / ELW 2 durchgeführt. "Wir haben hier einen Standard-Einsatz-Regel, wie wir solche Großeinsätze vorbereiten und danach systematisch abarbeiten" so Pressesprecher der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd Mario Seppel.
Nach dieser Besprechung setzte sich die Führungsgruppe und die IUK-Gruppe Süd / ELW 2 als Vortrupp in das Schadensgebiet in Spelle bei der Firma Krone in Bewegung. "Wir fahren mit den Führungsfahrzeugen vorab in das Schadensgebiet, um wertvolle Zeit zu sparen. Die Lage kann im Detail erkundet werden und die ersten Führungsstrukturen können in Betrieb genommen werden. Dies ermöglicht später eine erleichterte Einsatzaufnahme der eingesetzten Kräfte innerhalb der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd" so Mario Seppel weiter. Zirka mit 30 Minuten Zeitversetzung wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft mit ihren fünf Zügen in das Schadensgebiet entsendet. Als Bereitstellungsraum wurde der Hafen in Spelle-Venhaus ausgewählt.
Nach der Erkundung der Einsatzleitung, mit dem Standort auf dem Betriebsgelände der Firma KRONE, wurden zwei größere Einsatzabschnitte gebildet, welche die jeweiligen Schwerpunkte Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung abgebildet haben.
Abschnitt 1: Bei der Firma Krone wurde ein Brand in der Selbstfahrerhalle angenommen. Dort hatte sich aufgrund eines technischen Defekts im Technikraum ein Feuer entfacht und es kam zu einer sehr starken Rauchentwicklung. Insgesamt wurden drei Mitarbeiter vermisst.
Dieser Einsatzabschnitt 1 wurde von dem Fachzug 1 "Wasserförderung" und Fachzug 2 "Wassertransport" abgearbeitet. Es gingen mehrere Trupps mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten in das Gebäude zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Parallel errichteten die Einsatzkräfte des Fachzug 1 "Wasserförderung" eine umfangreiche Wasserversorgung aus den umliegenden unterirdischen Wasserbehältern auf. "Die Zusammenarbeit und die Kommunikation innerhalb und zwischen den Zügen funktionierte reibungslos" so Mario Seppel weiter. Alle Übungsziele konnten in kurzer Zeit erreicht werden.
Abschnitt 2: Hier kam es auf der Brückenstraße, unmittelbar in der Nähe des Betriebsgeländes der Firma Krone, zu einem schweren Verkehrsunfall mit insgesamt 6 beteiligten PKWs und insgesamt 10 verletzten Personen. Einige von den verletzten waren in ihren Fahrzeugen sehr stark eingeklemmt und konnten nicht das Fahrzeug eigenständig verlassen. Die Fachzüge 3 "Technische Hilfeleistung" und 5 "Wassertransport" haben zusammen mit dem DRK OV Spelle diesen Einsatzabschnitt abgearbeitet. "Im Fachzug 5 Wassertransport befinden sich insgesamt drei Tanklöschfahrzeuge mit einem hydraulischen Rettungssatz. So haben sich auch hier die Strukturen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd bewährt. Die Fachzüge konnten sich somit gegenseitig ergänzen und konnten damit die Einsatzaufgabe schneller abarbeiten" so Bereitschaftsführer Michael Räther.
Nach der Erkundung der Zugführer der jeweiligen Fachzüge und des DRK, wurde zunächst eine Gesamtabschnittsleitung eingerichtet und die verunfallten Fahrzeuge für die technische Rettung aufgeteilt. Die Technische Rettung war sehr komplex, da ein ständiger Austausch zwischen Rettungsdienst / DRK und Feuerwehr stattgefunden hat. "Ziel bei einer technischen Rettung ist die patientenschonende Rettung, so dass der verunfallte möglichst wenig schmerzen und ggf. noch weitere Verletzungen erleidet" so Pressesprecher Mario Seppel abschließend.
Nachdem diese beiden größeren Abschnitte abgearbeitet wurden, kam es an zwei weiteren Orten zu einem Schadensereignis. Im Hafen Spelle-Venhau wurde bei der Firma Ems-Jade Mischwerke ein Arbeitsunfall angenommen, dort war oben auf eines der Silos ein Mitarbeiter von der Leiter gefallen und hatte sich dabei schwere Rückenverletzung zugezogen. Nach der Erstversorgung des Patienten führte der Fachzug 2 "Wassertransport" die Höhenrettung durch.
Parallel zu dem Höhenrettungsszenario kam es im Bereich der Schleuse-Venhaus zu einem Bootsunfall. Hier ist ein Boot mit mehreren Personen gekentert. Hier wurde der Fachzug 3 "Technische Hilfeleistung" für die Wasserrettung eingesetzt.
Nach guten drei Stunden waren alle 4 Übungsszenarios erfolgreich abgearbeitet. Im Anschluss trafen sich alle Übungsbeteiligten auf der Diele im Bürgerbegenungszentrum Wöhlehof, um gemeinsam zu Abend zu Essen. Das Essen wurde von dem Fachzug 4 "Logistik" vorbereitet und ausgegeben.
Die Gesamtübung wurde gemeinsam von den Feuerwehren Spelle und Venhaus, die DLRG Ortsgruppe Spelle und den DRK Ortsverein Spelle ausgearbeitet und vorbereitet. Insgesamt nahmen rund 150 Einsatzkräfte aller beteiligten Einheiten an der Übung teil. Die eingesetzten Kräfte aus dem Landkreis Osnabrück übernachteten in der Oberschule Spelle. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurde gegen 10:30 Uhr die Fahrt in Richtung des Heimatlandkreises angetreten.
Ein besonderer Dank gilt der Samtgemeinde Spelle, dem Wöhlehof, der Oberschule Spelle, der Firma Krone und der Firma Ems-Jade Mischwerke, welche diese Übung ermöglicht und weitgehend unterstützt haben.


Text: Mario Seppel
Fotos: Alois Wilmes