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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Einheitsführerbesprechung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd
MELLE


Zu der Einheitsführerbesprechung 2019 trafen sich alle Zug- und Gruppenführer sowie deren Stellvertreter der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd im Feuerwehrgerätehaus Melle-Mitte. Bereitschaftsführer Michael Räther hatte eingeladen, um über die aktuellen Themen innerhalb der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd zu informieren.

 
 

Ebenfalls stand auf der Tagesordnung ein Kurzpräsentation des Großbrandes im September 2018 an der WTD 91 in Meppen Landkreis Emsland. Hier konnte Räther von der Kreisfeuerwehr Emsland, den Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff begrüßen.

Kreisbrandmeister Dyckhoff erläuterte zunächst anhand einer umfangreichen Präsentation den Einsatzort und den Einsatzablauf auf der WTD 91. Hierbei handelte es sich um ein militärisches Gelände, wodurch die Einsatzleitung grundsätzlich bei der Bundeswehr liegt und nicht bei der kommunalen Feuerwehr. "Dies brachte zusätzlich Schwierigkeit hinsichtlich der Kommunikation und auch Koordination der Einsatzkräfte - es war nicht immer ganz einfach gewesen" so Dyckhoff zu Begin seiner Präsentation. Dennoch lobte Kreisbrandmeister Holger Dyckoff die schnelle Einsatzbereitschaft der vielen Kreisfeuerwehrbereitschaften aus ganz Niedersachsen. Aber auch den anderen Einheiten wie z.B. THW, DRK und Polizei. "So konnten wir Unterkünfte, Versorgung und Einsatzmittel innerhalb kürzester Zeit verfügbar und einsatzbereit melden" so Dyckhoff weiter.

 
 

Ausgelöst wurde das Feuer durch einen Raketentest auf dem moorartigen Gelände. Die Bundeswehr hat für diese Fälle auf Grund der schwierigen Zugänglichkeit spezielle Löschraupen, wovon leider nur eine Aufgrund eines technischen Defekts zu Verfügung stand. Zu allen übel hat sich diese eine Löschraupe auch noch festgefahren und konnte somit nicht zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Folglich konnte sich das Feuer über mehrere Tage ausbreiten und wurde schlussendlich zu einer Großschadenslage hochgestuft.

Kreisbrandmeister der Kreisfeuerwehr Emsland Holger Dyckhoff bedankte sich abschließend bei den anwesenden Kameradinnen und Kameraden der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd des LK OS. "Mit Eurer schnellen und professionellen Hilfe konntet ihr weitere Einsatzkräfte ablösen und bei der Brandbekämpfung unterstützen - dafür möchte ich mich bei Euch bedanken" so Dyckhoff abschließen.

 
 

Im weiteren Verlauf ging Michael Räther kurz auf eine mögliche Umstrukturierung der Kreisfeuerwehrbereitschaften in Niedersachsen ein. Die Einsatzzahl der Kreisfeuerwehrbereitschaft ist in den letzten Jahren angestiegen. Dieses ist auf größere Unwetter- und oder Großschadensereignisse in den letzten Jahren zurückzuführen. Des Weiteren hat sich das Anforderungsprofil der Kreisfeuerwehrbereitschaften verändert und konnte nicht immer erfüllt werden. Bestimmte Fähigkeiten wie z.B. Waldbrandfahrzeuge sind nicht einheitlich vorhanden.

Michael Räther erwähnte hierbei die unterschiedlichen Strukturen der Kreisfeuerwehrbereitschaften die es den Führungskräften und Einsatzleiter nicht einfach macht gezielt Einsatzkräfte zu alarmieren, da die Fahrzeug- und Mannstärke der Kreisfeuerwehrbereitschaften von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich sind. Die Kreisfeuerwehrbereitschaften müssen einheitlich Strukturiert werden, um Führungskräften die Alarmierung zu vereinfachen.

 
 

Hierfür wurde ein Arbeitskreis u.a. aus Regierungsbrandmeistern, Kreisbrandmeistern, Verbänden wie der Landesfeuerwehrverband und Berufsfeuerwehren gegründet, um Rahmenbedingungen zu entwerfen.

"Die Grundsätzliche Struktur der Kreisfeuerwehr muss erhalten bleiben und ist für das Land Niedersachen immens wichtig. Die Personalgewinnung bei den Kreisfeuerwehrbereitschaften stellt aktuell kein Problem dar und es sind genügen Einsatzkräfte vorhanden" so Bereitschaftsführer Michael Räther. Die Einschätzung zur Grundlage der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde durch eine Gefahrenanalyse des Landes Niedersachsen erstellt. D.h. was für Gefahren haben wir in Niedersachen und was könnten für größere Gefahrenpotentiale da sein.

 
 

Abschließend konnte Michael Räther mitteilen "Das Ziel ist die Einheitliche Struktur in gesamt Niedersachen und mindestens eine Kreisfeuerwehrbereitschaft je Landkreis die im Norden Niedersachsens genau so aufgebaut ist wie die im Süden".

Von der Kreisfeuerwehr Osnabrück überbrachte Brandabschnittsleiter Süd Ludger Flohre Grußworte an die Teilnehmer der Einheitsführerbesprechung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd. Ein Highlight für die Kreisfeuerwehr Osnabrück ist in diesem Jahr die Auslieferung einer Drohne, welche auf dem ELW 2 der Kreisfeuerwehr stationiert ist. Als Überraschung konnte Ludger Flohre auch noch zwei Beförderungen durchführen. Der stellv. Zugführer Mark Bräuniger und der Zugführer Michael Roth wurden zum Oberlöschmeister befördert.

Abschließend bedankte sich Bereitschaftsführer Michael Räther bei der Ortsfeuerwehr Melle-Mitte für die Möglichkeit die neuen Räume für die Einheitsführerbesprechung zu nutzen und verwies ebenfalls auf die geplante Jahresabschlussdienstversammlung am 25. Oktober im neuen Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Jeggen.


Text: Dominik Redeker + Mario Seppel
Fotos: Dominik Redeker