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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Aktuelles


Jahresabschlussdienstversammlung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord in Wimmer
Besondere Fahrzeugtaufe und Jahresrückblick

WIMMER


Am Freitagabend zog die Feuerwehrbereitschaft Nord des Landkreises Osnabrück in der Mehrzweckhalle in Wimmer Jahresbilanz. Da die Jahresabschlussversammlung im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, standen in diesem Jahr, neben einer besonderen Fahrzeugtaufe, der Rückblick auf die Jahre 2020 und 2021 auf der Tagesordnung.

 
 

Bereitschaftsführer Till Kramer gab einen umfassenden Jahresbericht über die Einsätze und Dienste der vergangenen zwei Jahre.

Bereitschaftsführer Till Kramer begann seinen Jahresrückblick mit dem Gedenken an seinen verstorbenen Vorgänger Uwe Rasch. "Rasch hatte auf der Dienstbesprechung im März 2020 seinen kurzfristigen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen verkündet. "Unser Gedenken gilt nun Uwe Rasch, der nach langer, schwerer Krankheit im Januar 2021 verstorben ist", so Till Kramer. Uwe Rasch war mehr als 20 Jahre lang engagierter Bereitschaftsführer und Ansprechpartner für die Kameraden gewesen. Kramer ließ Höhepunkte des Wirkens Revue passieren. Uwe Rasch hatte 2002 den Einsatz der Bereitschaft an der Elbe, im Amt Neuhaus geleitet, 2005 war er mit den Einsatzkräften in Bleckede zum Füllen der Sandsäcke, 2010 bei der Unwetterlage im Süden mit dem Einsatzschwerpunkt Hasbergen, 2017 beim Hochwasser in Hildesheim, 2018 beim Moorbrand in Meppen. Zudem leitete er über 20 Jahre lang viele größere Einsatzübungen der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord."

 
 

Das Kats-Fahrzeug der Feuerwehr Bramsche wurde von Manuela Benz, Tochter des verstorbene Bereitschaftsführers Uwe Rasch, auf den Namen "Uwe" getauft.

Im Gedenken an den langjährigen Bereitschaftsführer hatten sich die Kameraden etwas Besonderes ausgedacht: Das neue Bramscher Kats-Löschfahrzeug wurde während der Dienstversammlung auf den Namen "Uwe" getauft. Diese Taufe übernahm Manuela Benz, die Tochter des Verstorbenen. Die auf dem Hof vollzogene Taufe wurde per Drohnenvideo für alle Kameraden auf eine Großleinwand in die Mehrzweckhalle übertragen.

In seinem Jahresrückblick ließ Kramer dann das Einsatz- und Übungsgeschehen der letzten beiden Jahre Revue passieren. Zu den Einsätzen im Jahr 2020 gehörten der
 
 

v.l. Stv. Bereitschaftsführer Holger Wilke, Stv. Abschnittsleiter Nord Ralf George, Stv. Ortsbrandmeister Bramsche Markus Leske, Bereitschaftsführer Till Kramer, Abschnittsleiter Nord Herbert Kempe, Eheleute Christian und Manuela Benz, Regierungsbrandmeister Matthias Röttger, Fachdienstleiter Ordnung Volker Trunt.

Großbrand in Quakenbrück sowie der Verpflegungseinsatz beim Brand in einer Biogasanlage. Zudem gab es einige Dienstbesprechungen der Zugführer. Übungsdienste der einzelnen Fachzüge und Einheiten waren aufgrund der Pandemielage weitestgehend entfallen. Zu den Einsätzen in 2021 gehörten der Brand eines Sägespänenbunkers in Schwagstorf und gemeinsam mit der Feuerwehrbereitschaft Süd der Einsatz im Katastrophengebiet in NRW. "Wir haben hier wichtige Hilfe leisten können", machte Kramer noch einmal deutlich.

Lob und Respekt zollte Volker Trunt, Fachdienstleiter Ordnung beim Landkreis Osnabrück, den Einsatzkräften. "Gerade bei der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen habt ihr viele Schicksale hautnah erlebt und wart vor Ort, um die erste Not der Menschen zu mindern", machte er deutlich. Trunt überbrachte den ausdrücklichen Dank von Landrätin Anna Kebschull, die bei der mitternächtlichen Abfahrt vom Kreishaus im Juli persönlich die Bereitschaft verabschiedet hatte. Persönlich freue ihn auch, dass die Versammlung heute als 2-G-Veranstaltung stattfinden könne. "Mit der Bereitschaft zur Impfung übernehmen Sie einmal mehr gesamtgesellschaftliche Verantwortung", betonte der Fachdienstleiter.

Für das musikalische Rahmneprogramm der Dienstversammlung sorgten die "Die Renzlager"

Blick in die gut gefüllte Wimmer Mehrzweckhalle. Coronabedingt erfolgte ein Zugang nur unter strengen 2 G Vorgaben und nach Registrierung per Luca App.


Regierungsbrandmeister Matthias Röttger unterstrich, dass die Koordination in einer schwierigen Lage nur funktionieren könne, wenn alles gut geplant sei, und genau das sei bei dem Einsatz in Euskirchen der Fall gewesen. Mit Blick auf die Nds. Akademie für Brand- und Katastrophenschutz wurde erwähnt, dass hier nach Lösungen gesucht werde, wie der Lehrbetrieb im kommenden Jahr wieder auf ein Normalniveau hochgefahren werden könne. Zudem betonte Röttger, dass unabhängig von der Pandemie zu einer erwachsenengerechten Ausbildung auch die Unterbringung in Einzelzimmern gehöre.

 
 

Die Beförderten mit Ehrengästen v.l.: Matthias Röttger, Herbert Kempe, Norbert von Dreele, Thorsten Heidhaus, Holger Wilke und Till Kramer, Ralf George und Volker Trunt

Herbert Kempe, Abschnittsleiter Nord, überbrachte die Grüße des Kreiskommandos und dankte insbesondere Bereitschaftsführer Till Kramer und dessen Stellvertreter Holger Wilke für deren gute Zusammenarbeit. Zudem hatte Herbert Kempe noch Beförderungsurkunden für vier verdiente Kameraden dabei. So beförderte er den Zugführer des Fachzuges vier, Thorsten Heidhaus zum Brandmeister, Norbert von Dreele, Zugführer des Fachzuges fünf, zum Oberbrandmeister. Beförderungen gab es auch für die beiden Bereitschaftsführer. So wurde der stellvertretende Bereitschaftsführer Holger Wilke zum Oberbrandmeister und Bereitschaftsführer Till Kramer zum Hauptbrandmeister befördert.

In seinem Schlusswort blickte Kramer auf das Jahr 2022 voraus: "Wir hoffen, dass wir die Übungsdienste in den Fachzügen wieder aufnehmen können. Zudem ist eine überörtliche Zwei-Tages-Übung gemeinsam mit der Feuerwehrbereitschaft Süd für September 2022 im Heidekreis geplant".

Text und Fotos: Volker Köster