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Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

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Neues aus den Wehren


Feuerwehr Grafeld feiert 100-jähriges Jubiläum

GRAFELD

Die Freiwillige Feuerwehr Grafeld begann ihr Jubiläumsfest zum hundertjährigen Bestehen mit einem Festakt. Der stellvertretende Landrat Dr. Hermann Meyer und der Samtgemeindebürgermeister Peter Selter würdigten ebenso wie alle anderen Festredner das Engagement und die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrkräfte, die im Wandel der Jahrzehnte ein vielfältiges Tätigkeitsfeld abdecken müssen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben ist mittlerweile eine fundierte Fachausbildung erforderlich. Sie geht weit über das Löschen von Bränden hinaus.

 
 

Eine Ehrenurkunde überreichte der stellvertretende Brandabschnittsleiter Josef Brockmeyer (links) an Ortsbrandmeister Ulrich Plochg

Die Schützenkapelle Grafeld unter der Leitung von Eike Johanning eröffnete und begleitete den Festakt. Ortsbrandmeister Ulrich Plochg hieß neben den Abordnungen der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Fürstenau und dem angrenzenden Emsland (Herzlake, Wettrup) zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben, darunter auch Pastor Hubert Schütte und Abordnungen der Grafelder Vereine im Saal Holtkamp willkommen.

Den Werdegang der Feuerwehr Grafeld (wir berichteten) skizzierte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Reiner Berndsen, der lange Ortsbrandmeister in Grafeld war. "1879 wurde bereits eine Feuerwehrspritze gekauft", informierte er. Die alte Schulchronik informierte über einen Großbrand auf dem Anwesen August Wenker im Jahr 1910, dem Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr. Berndsen schlug einen weitern Bogen bis in die Gegenwart mit ihren ganz neuen Herausforderungen für die Feuerwehren. Dr. Hermann Meyer nannte das Jubiläum ein stolzes Ereignis für die Gemeinde. Die Feuerwehrmänner haben sich unerschrocken und unermüdlich für das Wohl der Bürger eingesetzt. Sie opferten viele Stunden ihrer Freizeit. Sie setzten ein wichtiges Zeichen in unserer heutigen Gesellschaft, ein Zeichen von Gemeinschaft.

 
 

Die hohen Werte ehrenamtlicher Arbeit skizzierte der stellvertretende Landrat Dr. Hermann Meyer.

Meyer ging weiterhin auf die Bereitschaft ein, anderen rund um die Uhr an 365 Tagen zu helfen und dabei Leben und Gesundheit einzusetzen. "Wenn wir 112 wählen, wissen wir, das wir Hilfe bekommen. Das Jubiläum, welches heute gefeiert wird gibt es die Möglichkeit, einmal Dank auszusprechen", sagte er. Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, der auch für die Bürgermeister Volker Brand und Wilhelm Apke sowie für die Verwaltung mit Sonja Ahrend und Franz Kormann sprach, ging zunächst auf die schöne und reizvolle Landschaft ein. "Hier ist es lebenswert", betonte er. Er sprach sich dafür aus, an diesem lebenswerten Bild weiter zu arbeiten und ging dabei auch auf das Feuerwehrhaus und die Fahrzeuge ein. "Es ist der Samtgemeinde ein Anliegen, auch die kleineren Feuerwehren zu erhalten und zu unterstützen", betonte er. "Jeder 22. Bürger ist Mitglied in einer Feuerwehr.

Das ist eine stolze Zahl", hob der stellvertretende Brandabschnittsleiter Josef Brockmeyer in seinem Grußwort hervor. "Vor hundert Jahren haben sich hier in Grafeld verantwortungsbewusste Männer zusammengetan und den Grundstein zur heutigen Jubiläumsfeuerwehr gelegt. Die Aufgaben haben sich in dieser Zeit erheblich verändert. Gleichgeblieben ist der Leitspruch -retten, löschen, bergen schützen-", sagte der Gemeindebrandmeister Heinrich Brinkers. Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück, Manfred Buhr, erinnerte mit dem ersten Start des Luftschiffes LZ 7 und der Weltausstellung in Brüssel an weitere Höhepunkte aus dem Jahr 1910. Weiterhin ging er auf den Wandel in der Arbeit eines Feuerwehrmitgliedes ein. Er ehrte, assistiert von seinem Schriftführer Heinrich Brinkers die Grafelder Feuerwehrmänner Wilhelm Fasthoff und Bernhard Mehmann Lücke für fünfzigjährige, Heinrich Bertke für sechzigjährige und Wilhlem Timpe-Peek für siebzigjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

 
 

Verbandsvorsitzender Manfred Buhr (links) und Heinrich Brinkers (rechts), mit dabei Reiner Berndsen ehrten Heinrich Bertke, Wilhelm Timpe-Peek, Bernhard Mehmann-Lücke und Wilhelm Fasthoff für langjährige Mitgliedschaft.

Pastor Hubert Schütte ging auf die Schnittmengen zwischen Kirche und Feuerwehr ein. "Es muss vor hundert Jahren ein spannendes Jahr gewesen sein. Feuerwehr und Schützenverein wurden gegründet und die Kirche sollte vergrößert werden", sagte Schütte. Weiterhin ging er auf die neuen Herausforderungen, die die Photovoltaikanlagen mit sich bringen, ein. Weitere Gratulationen, darunter Schützenpräsident Franz Mehmann für die Grafelder Vereine und Reinhard Schulte für die Jagdgenossenschaft, schlossen sich an. Zum Abschluss erinnerte Ehrenortsbrandmeister Karl-Heinz Herrmann an den großen Moorbrand 1976 mit dem unvergesslichen Funkspruch "De Griese is doot" (Der Schnaps ist alle). Der stellvertretende Ortsbrandmeister Andreas Triphaus dankte den Frauen für den erstklassigen Sallschmuck. Mit dem gemeinsam gesungenen Niedersachsenlied endete der Festakt. Es schloss sich ein Feuerwehrball an. .

Text und Foto: Jürgen Schwietert