Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Grafeld
GRAFELD
Beim zweiten Tag der Geburtstagsfeier 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Grafeld herrschte auf dem Feuerwehrplatz und den angrenzenden Straßen ein "großer Bahnhof". Im Mittelpunkt standen dabei die Vorführungen des Brandschutzmobiles sowie der Feuerwehren Fürstenau und Vechtel.
Gäste bekamen beim Brandschutzmobil die Möglichkeit, einen Brand zu löschen.
Nach einem durchaus gelungenen Feuerwehrball am Samstagabend ging es am Sonntagmorgen bereits um zehn Uhr mit einer gut besuchten Messe mit Pastor Hubert Schütte weiter. Im Mittelpunkt der Predigt stand das Motto der Feuerwehren: "Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr". "Pastor Schütte informierte dabei auch gekonnt über den Tagesablauf. Ich brauchte nichts mehr zu sagen", so Ortsbrandmeister Ulrich Plochg anschließend.
Ein musikalischer Frühschoppen mit der Schützenkapelle Grafeld unter der Leitung von Eike Johanning schloss sich an. Punkt zwölf Uhr fühlten sich zumindest die Grafelder an die Adventszeit erinnert. An den Adventssonntagen blasen Trompetenspieler hoch oben vom Kirchturm. Beim Jubiläum nutzten sie den Korb der Drehleiter der Samtgemeindefeuerwehr Artland aus Nortrup, um stimmungsvolle Töne von hoch oben her erklingen zu lassen. Und am Erdboden stimmte der Rest der Kapelle mit ein. Eine überaus gelungene Aktion.
Die Rettung einer eingeklemmten Person demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Fürstenau.
Höhepunkt aber war am Nachmittag die Rettungsübung der Feuerwehr Fürstenau. Fachmännisch vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Uwe Brinkers kommentiert retteten die Fürstenauer eine eingeklemmte Person aus einem Kleinwagen. Brinkers informierte dabei über das Vorgehen der Blauröcke, welches sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt hat. Schnelligkeit steht nicht mehr im Mittelpunkt. Der Verunglückte soll möglichst schonend immer in enger Absprache mit Rettungsdienst und Notarzt aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Dazu ist es erforderlich, zunächst das Fahrzeug zu stabilisieren und einen Zugang zu schaffen. Das Dach wird abgetrennt und die Person gerettet und dem Sanitätspersonal, hier Mitgliedern der SEG I, übergeben. Während der ganzen Aktion wird der Verunglückte von einem Feuerwehrmann betreut. Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr Vechtel war es dabei, ein eventuell ausbrechendes Feuer umgehend zu bekämpfen.
Mit vielfältigen Vorführungen demonstrierten die Berufsfeuerwehrmänner aus Hannover vom Brandschutzmobil Brände im Haushalt, ihre Ursuchen und ihre Bekämpfung. Sie zeigten wie gefährlich Spraydosen werden können, wie Lösungsmittel aus Klebstoffen ausdampfen und sich schnell entzünden können und auch wie gefährlich
Ständig umlagert war die Buttonmaschine.
brennendes Frittierfett sein kann. Eindrucksvoll stieg bei den gezeigten Fettexplosionen ein Feuerball in die Luft. Die Hitzewelle war noch in zehn Metern Entfernung deutlich zu spüren. Dabei gelang nur ein kleine Tasse Wasser in einen handelsüblichen Topf mit Frittierfett. Eine Küche wäre vernichtet, eine sich dort befindende Person schwerst verletzt oder getötet worden. Die Fachmänner aus Hannover unterwiesen die Gäste in der Handhabung von Feuerlöschern und ließen sie brennenden Papierkörbe löschen.
Eine Fahrzeugausstellung mit Feuerwehrfahrzeugen aus der Samtgemeinde sowie der eingangs genannten Drehleiter und einem großen Einsatzleitwagen rundete die Veranstaltung ab. Nicht nur die Kinder freuten sich über ihre neuen Buttons. Sie nutzten auch die Möglichkeit, sich schminken zu lassen, tollten auf einer Hüpfburg herum oder ließen sich im kleinen Kettenflieger des Pfarreienverbandes frischen Wind um die Nasen blasen. Weiterhin gab es mit Unterstützung des Fördervereins der Grundschule Grafeld einen Luftballonwettbewerb. Zahlreiche Kinder nahmen teil und sind schon gespannt, welcher Ballon die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Auf die Siegerehrung kommen wir zurück. Im Feuerwehrhaus informierte eine Dia-Schau, im Jugendheim hielten die "Feuerwehrfrauen" Kaffee und Kuchen bereit.