Der Landkreis
Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.
Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa
so groß wie das Saarland.
mehr ...

|
|
|
60 Stockwerke in elf Minuten Feuerwehrleute aus Achmer behaupten sich beim "Skyrun"
ACHMER
Für die Ortsfeuerwehr Achmer gingen drei Zweier-Teams an den Start. Der siebte Achmeraner Feuerwehrmann, Kai Lüssenheide, hielt bei diesem Event mit seinem Kollegen Hendrik von der Haar sprichwörtlich die Fahne der Osnabrücker Berufsfeuerwehr hoch. Nach dem Start im Keller des Funkturms galt es für Teilnehmer, die 960 Stufen bis zur Aussichtsplattform in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren. Immerhin ein Höhenunterschied von 171,7 Metern.
Sehr zufrieden mit ihren persönlichen Leistungen zeigten sich nach dem Treppenlauf gen Himmel alle sieben Achmeraner. Besonders überrascht war Björn Lüssenheide von seinem Teampartner Marco Danlowski. "Ich wusste ja vorher gar nicht, wie fit der Marco ist", so Björn Lüssenheide. Da Danlowski berufsbedingt nicht an den Trainingseinheiten bei der Deuka und am Piesberg teilnehmen konnte, war sich Lüssenheide zunächst nicht sicher, wie der Ausflug auf den Rheinturm enden würde, doch die beiden benötigten für die 960 Stufen nur zwölf Minuten und 41 Sekunden. Damit war Berufsfeuerwehrmann Björn Lüssenheide, der im vergangenen Jahr genau wie sein Bruder mit einem Kollegen gestartet war, nur etwas langsamer als im Vorjahr. Wie sich in der Endabrechnung zeigte, reichte es für die beiden für den 90. Platz unter den 500 Teams.
Etwas langsamer waren Sebastian Santoriello und Jörg Zersch. Obwohl Santoriello bei der Inaugenscheinnahme des Fernsehturms nach der Ankunft am Freitag spontan ins Grübeln kam, ob es wirklich eine kluge Entscheidung war, sich beim Skyrun anzumelden, erzielten beide eine gute Zeit. Für den Höhenunterschied von 60 Stockwerken benötigten die beiden 16 Minuten und 8 Sekunden. Nach dem Aufstieg war bei „Santo“ jedoch alle Skepsis verflogen. Im Gegenteil, beide waren der Meinung, dass noch mehr drin sein könnte. Denn bei seinem ersten Skyrun kämpfte Santoriello noch mit einer Erkältung.
Bei seinem Teamkollegen Jörg Zersch machten sich, genau wie bei Chris Zur Oeveste, der mit Johannes Mitzel das dritte Team bildete, die Anstrengungen vom Vortag bemerkbar. Beide wollten eigentlich gemeinsam mit den anderen Achmeranern nach Düsseldorf reisen. Doch der Großeinsatz in Quakenbrück machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Sie kamen erst spät in der Nacht zum Samstag in Düsseldorf an, denn sie gehörten zur Besatzung des Achmeraner Messfahrzeuges, das in Quakenbrück im Einsatz war.
18 Minuten und 42 Sekunden benötigten Johannes Mitzel und Chris Zur Oeveste als drittes Team. Während Johannes Mitzel oben noch ziemlich fit wirkte, wurden bei Chris Zur Oeveste im letzten Drittel die Beine immer schwerer. "Doch die Anfeuerungsrufe des Notarztes, der oben auf die Teilnehmer wartete, hat in mir noch die letzten Reserven mobilisiert", so Zur Oeveste, der dann plötzlich noch durchs Ziel sprinten konnte.
Die beste Zeit legten allerdings Kai Lüssenheide und Hendrik von der Haar vor. Die beiden benötigten für den Aufstieg nur 11 Minuten und 37 Sekunden. Belohnt wurden die Feuerwehrmänner für die Anstrengungen zwar nicht mit Pokalen, dafür aber mit einem tollen Ausblick über die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt.
Die fünf freiwilligen Brandschützer aus Achmer, die zum ersten Mal an einem "Himmelslauf" teilgenommen haben, scheint jedenfalls das "Skyrun"-Fieber gepackt zu haben. Denn wenn man sich mit „bis nächstes Jahr“ von einem Fernsehturm verabschiedet, dann verspricht das wohl eine Wiederholung. Vielleicht fahren sie ja vorher zum Training nach Berlin. Beim Skyrun auf den "Alex" warten nur 770 Stufen.
| Text und Fotos : |
Hennig Stricker |
|
|
|