Vier - Wehren Übung
Drei Vermisste bei Feuerwehrübung in Bramsche-Sögeln zügig gerettet
BRAMSCHE
Wie Personen aus einer brennenden Werkstatt gerettet und gleichzeitig ein Feuer bekämpft werden, haben am Samstag die Ortsfeuerwehren Sögeln, Hesepe, Epe und Rieste bei einer Übung in Sögeln unter Beweis gestellt.
Die "Vier-Wehren-Übung" ist ein fester Bestandteil des Trainingsplans: "Wohl schon seit über 40 Jahren", sagt Bramsches stellvertretender Stadtbrandmeister Wilfried Menke, gibt es die alljährliche gemeinsame Übung, an der sich genau genommen fünf Wehren beteiligen: Bei jedem Einsatz, zu dem mehr als zwei Bramscher Feuerwehren ausrücken, wird automatisch der Einsatzleitwagen der Bramscher Ortsfeuerwehr mit alarmiert.
Menke beobachtete das Vorgehen der Brandschützer sehr genau. An seiner Seite: einige Kameraden aus der Altersabteilung und Sögelns Ehrenortsbrandmeister Heinz-Erich Brinkmann, der die Übung ausgearbeitet hatte.
Dessen Szenario sah vor, dass in einem zweigeschossigen, kombinierten Wohn- und Werkstattgebäude auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Schwankhausweg ein Feuer ausgebrochen war. Wie Hofbesitzer Jan-Gerd Bührmann den Einsatzkräften mitteilte, befanden sich in der Werkstatt, wo das Feuer ausbrach, außer einem Traktor und Gefahrstoffen auch noch drei Menschen.
Die Lage bot damit keine leichte Aufgabe für die Sögelner Brandschützer und ihren Einsatzleiter Wilhelm Brickwedde, der mangels Löschwasser an der Einsatzstelle schon auf der Anfahrt die Feuerwehren aus Epe, Hesepe und Rieste nachalarmieren ließen. Während die Sögelner Kameraden sich beim Eintreffen am Einsatzort sofort auf die Personensuche und einen Außenangriff konzentrierten, stellten die Eper Brandschützer zunächst die Wasserversorgung von der nicht weit entfernten Hase her. Zeitgleich bauten die Riester Kollegen eine Wasserentnahmestelle auf dem Hof auf, da es einen vorhandenen Brunnen zu nutzen galt. Die Wasserversorgung wurde in dieser Phase mit dem Tanklöschfahrzeug aus Hesepe sichergestellt.
Insgesamt attestierte Menke der Übung einen guten Verlauf, auch wenn es den einen oder anderen Flüchtigkeitsfehler gab. Wofür die Rettungskräfte allerdings nichts konnten, war ein geplatzter Schlauch, den Sögelns Ortsbürgermeister Gundolf Böselager auf Materialermüdung zurückführte.