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Neues aus den Wehren


Mit einem Fackelzug nach 32 Dienstjahren im Feuerwehr - Ruhestand verabschiedet

NORTRUP

Mit einem Fackelzug verabschiedeten rund 35 Mitglieder der Feuerwehr Nortrup am Donnerstagabend ihren langjährigen Kameraden Hugo Schulte auf seinem 62. Geburtstag in den wohlverdienten Feuerwehr-Ruhestand. Mit brennenden Fackeln in der Hand, man konnte durch das stürmische Wetter auch schon von "Fackeln im Sturm" sprechen, ging es um 19 Uhr vom Feuerwehrhaus im Fußmarsch zum rund 700 Meter entfernten Wohnhaus der Familie Schulte.

 
 

Begleitet wurde die Gruppe durch musikalische Einsätze von den Kameraden Christoph Hahn an der Pauke und Rolf Heisen mit dem Schifferklavier. Nach kurzer Begrüßung beim Eintreffen suchten alle Anwesende schnell Schutz auf der Diele des Anwesens. Leider schreibt es das niedersächsische Brandschutzgesetz vor, dass die aktive Dienstzeit der Feuerwehrleute mit Vollendung des 62. Lebensjahres beendete ist, berichtete Ortsbrandmeister Andreas Völpel in seiner Dankesrede. Hierzu zählt jetzt auch Hugo Schulte. Im Jahr 1979 trat er in der Freiwilligen Feuerwehr Nortrup ein und leistete unzählige Einsatzstunden. Durch Besuche von Lehrgänge erreichte Hugo den Dienstgrad des "Ersten Hauptfeuerwehrmannes". Aber nicht nur"Einsatztechnisch" wird der scheidende Kamerad aus dem aktiven Dienst vermisst, auch menschlich gehörte er zum Inventar. Bei Jung und Alt gab es keine Unterschiede. Deshalb waren auch jüngere Kameraden gerne mit ihm zusammen. Dienstgrad und Alter spielten keine Rolle.

 
 

Andreas Völpel bedauerte das Hugo Schulte in der Altersabteilung wechselt. War er doch durch seinen Arbeitsplatz in der Mühle eines Futtermittelherstellers besonders über Tag eine große Hilfe. Gerade weil Hugo die Fahrerlaubnisse für die Einsatzfahrzeuge besitzt, die Gerätschaften kennt und ihren Einsatz beherrscht. Selbst ein Tanklöschfahrzeug, es war ein TLF 16/24 Mercedes Rundhauber, trug Jahrzehnte den Namen "Hugo Mobil". Auf diesem Fahrzeug fuhr Hugo Schulte die meisten seiner Einsätze als Maschinist. Der Name war auch überörtlich bei den Kameraden der Nachbarwehren bekannt. Seinen Feuerwehr - Ruhestand habe sich Hugo Schulte wirklich verdient, so der Ortsbrandmeister.

Zusammen mit seinem Stellvertreter Mario Struckmann übereichte er den langjährigen zuverlässigen Kameraden im Beisein seiner Ehefrau Angelika ein Präsent in Form eines hölzernen Florian, welches ihn immer an die aktive Feuerwehrzeit erinnern soll.
 
 

Seine Frau erhielt als Dankeschön einen Blumenstrauß. Völpel wünschte sich, dass Hugo auch weiterhin der Feuerwehr treu bleibt, er sei zur jeder Zeit "Herzlich willkommen". Schade fand Andreas Völpel, dass durch die Regelung im niedersächsischen Brandschutzgesetz wieder ein gut ausgebildeter und erfahrenen Kamerad den aktiven Feuerwehrdienst verlassen muss. Hugo Schulte sprach von einer gelungen Geburtstagüberraschung. Er zeigte sich gerührt und bedankte sich bei den Kameraden für das Kommen. Seit immer fair und nett zu einander. Lass den "Hickhack". Geht gut miteinander um. Denn im Einsatz ist jeder auf den Anderen angewiesen, da spielt das Alter keine Rolle. Menschen sind nicht gleich, jeder hat seine eigene Meinung, die man tolerieren sollte und nicht zu schnell zur Seite schieben, gab Hugo Schulte seine Kameraden als Ratschlag mit auf dem Heimweg.Fotos: B. Brinkmann

Text und Fotos: Bernhard Brinkmann