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Der Landkreis

Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Neues aus den Wehren


Große Einsatzübung bei der Firma Kesseböhmer

BAD ESSEN - DAHLINGHAUSEN

Große Einsatzübung bei der Firma Kesseböhmer BAD ESSEN - DAHLINGHAUSEN Ein Feuer in der Beschichtungsanlage bei der Firma Kesseböhmer in Bad Essen Dahlinghausen war am Samstagmorgen das Übungsszenario für rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Gemeinde Bad Essen sowie einzelner Einheiten der Kreisfeuerwehr. Mit dabei der Einsatzleitwagen ELW 2 sowie zwei Schlauchwagen SW2000 aus dem Katastrophenschutz, die in Bad Iburg und Berge stationiert sind. Die FF Neustadt aus der Stadt Osnabrück war mit einer Hochleistungspumpe und der Rettungsdienst mit 50 ehrenamtlichen Helfer vor Ort.
Angenommen war laut Drehbuch gegen 9 Uhr die Auslösung der Brandmeldeanlagen durch ein Feuer im Bereich der Beschichtungsanlage. Dort wurden zunächst zwei Personen vermisst. Im weiteren Übungsverlauf breitete sich das Feuer auf eine angrenzende Produktionshalle aus. Insgesamt wurden fünf Personen vermisst.
Um 9.08 Uhr wurde die Feuerwehralarmeinheit Hördinghausen/Dahlinghausen durch die Regionalleitstelle Osnabrück alarmiert. Noch während die ersten Feuerwehrfahrzeuge anrückten, wurde bereits mit der Evakuierung der Firmengebäude begonnen. Bei der Firma Kesseböhmer gibt es für solche außergewöhnlichen Ereignisse extra einen Stab aus leitenden Firmenangehörigen, der die betriebsinternen Abläufe koordiniert und auch als Ansprechpartner für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zur Verfügung steht.
Um eine ausreichenden Wasserversorgung sicherzustellen sollte im Rahmen der Übung auch erprobt werden, ob eine Wasserförderung vom Mittellandkanal aus Wimmer möglich ist. Dabei kam das Hytrans Fire System (HFS) der Stadt Osnabrück zum Einsatz. Feuerwehrkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück-Neustadt fuhren zum Kanal, um dort eine schwimmfähige, hydraulisch betriebene Pumpe ins Wasser zu lassen, die pro Minute etwa 5000 Liter Wasser fördern kann. Hierzu wurden zunächst mit einem Wechselladerfahrzeug rund 1.400 Meter F Schlauch mit einem Durchmesser von 150 mm verlegt, der anschließend mit 2 B-Leitungen bis nach Dahlinghausen weitergeführt werden musste.
Die Feuerwehren aus Dahlinghausen, Lintorf, Bad Essen Eilstädt Wittlage, Harpenfeld und Lockhausen wurden zur Brandbekämpfung und Personenrettung eingesetzt. Den Aufbau der Wasserversorgung übernahmen die Feuerwehren aus Hördinghausen, Heithöfen, Wimmer, Rabber, Brockhausen, der Stadt Osnabrück sowie aus Bad Iburg und Berge.
Die Gesamteinsatzleitung lag in den Händen von Dahlinghausens Ortsbrandmeister Gerd Knippenberg. Zur besseren Koordination der Einsatzstelle wurden fünf Einsatzabschnitte gebildet, in denen die verantwortlichen Abschnittsleiter ihre Aufgaben selbstständig abarbeiteten. Einsatzabschnitt 1 galt der Personenrettung und Brandbekämpfung, Einsatzabschnitt 2 übernahm die Wasserförderung vom Feuerlöschteich, Einsatzabschnitt 3 war der Bereitstellungsraum und ein vierter Einsatzabschnitt wurde für die Wasserförderung vom Kanal gebildet. Ein 5. Einsatzabschnitt wurde für den Rettungsdienst eingerichtet. Hier wurden die geretteten Mitarbeiten gesammelt, registriert, erstversorgt und weiter betreut. Der Abtransport in die Krankenhäuser wurde durch mehrere Krankenwagen durchgeführt
Wertvolle Hilfe leistet der ELW 2 der Kreisfeuerwehr. Hier liefen die Meldungen aus den einzelnen Einsatzabschnitten zusammen. Sie wurden entsprechend dokumentiert, so dass sie jederzeit von der Einsatzleitung einsehbar waren. Im Besprechungsraum wurden in regelmäßigen Abständen aktuelle Lagebesprechungen durchgeführt.
Nach rund vier Stunden waren alle Aufgaben abgearbeitet, so dass die Übung beendet und die Schläuche wieder eingerollt werden konnten. Gerd Langenberg, Geschäftsführer der Firma Kesseböhmer, lobte das Engagement der vielen freiwilligen Einsatzkräfte, die für diese Übung ihre Freizeit geopfert hatten. Mit einem leckeren Essen aus der Feldküche der DRK klang die Übung schließlich aus.


Text und Fotos: Volker Köster