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Der Landkreis Osnabrück liegt im Südwesten von Niedersachsen.

Mit 2.121 qkm ist er der zweitgrößte Landkreis in Niedersachsen und in etwa so groß wie das Saarland.

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Neues aus den Wehren


Zwei neue Einsatzfahrzeuge für die Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte

GEORGSMARIENHÜTTE

"Für die Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte ist der heutige Tag sicherlich ein ganz besonderer. Das fühlt sich fast schon so an, als wäre schon Weihnachten", freute sich Ortsbrandmeister Ansgar Bücker anlässlich der Fahrzeugübergabe am 11. November, denn gleich zwei neue Einsatzfahrzeuge (LF 20 und ELW 1) konnte die Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte nun in Dienst stellen.
Das neue LF 20 wurde von der Firma Schlingmann aus Dissen auf einen MAN TGM 18.340 4x4 BB aufgebaut und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 18 Tonnen. Das automatisierte Schaltgetriebe, ein Allradantrieb, sowie eine Rückfahrkamera sollen dem Maschinisten künftig die Arbeit erleichtern. Das neue 340 PS starke Löschfahrzeug ersetzt ein 26 Jahre altes LF 16, das damals ebenfalls von Schlingmann auf MAN aufgebaut wurde. Das LF 20 verfügt über eine festeingebaute Feuerlöschpumpe (FPN 10-2000 - 2.000 l/min bei 10 bar - mit automatischer Wasserregulierung AWR - pump & roll fähig). Die Löschmittel können u. a. aus dem 2.200 Liter großen Löschwassertank und dem 120 Liter Schaummitteltank, mit Druckzumischanlage AutoMix 30 DE, entnommen werden. Zur weiteren Ausstattung gehört ein Lichtmast mit 6 Xenon Scheinwerfern und ein festeingebauter 8kVA Stromerzeuger.
Im Quadra VA Highline Aufbau ist die umfangreiche Ausrüstung für die Brandbekämpfung und kleinere Hilfeleistungen untergebracht. Eine vorhandene TS 8/8, ein Wassersauger, eine Tauchpumpe (Tegernsee, Spechthauser) und ein neuer Elektrohochleistungslüfter (Leader ESP230 Neo) finden hier u.a. ihren Platz. Neu ist auch ein Wasserwerfer (AWG HH 1260), der auf dem Fahrzeugdach oder mit einem Bodengestell betrieben werden kann. Im Mannschaftsraum sind vier Atemschutzgeräte (Dräger PSS100 / 300 bar) vorhanden, die während der Alarmfahrt angelegt werden können.
Das zweite Neufahrzeug, ein ELW 1, wurde von der Firma GSF Sonderfahrzeugbau GmbH aus Twist auf einen Mercedes Benz Sprinter 316 CDI aufgebaut und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 3880 Kilogramm. Das automatische Schaltgetriebe, ein Navigationssystem und eine Rückfahrkamera sind auch in diesem Fahrzeug Standard. Der neue Einsatzleitwagen ist mit einem 160 PS starken Dieselmotor ausgerüstet und ersetzt in der Ortsfeuerwehr einen 15 Jahre alten Ford Transit, der ebenfalls als ELW 1 genutzt wurde. Das neue Einsatzfahrzeug hat sieben Sitzplätze, einen Radstand von 3.665 mm und ein Hochdach. Schon zu Beginn des Einsatzes stehen dem Fahrer die Koordinaten des Einsatzortes auf dem Navigationsgerät zur Verfügung.
Die weitere technische Ausstattung umfasst einen Funkarbeitstisch mit zwei Plätzen. Für jeden Arbeitsplatz steht eine Funkbedieneinrichtung vom Typ Major BOS 8 zur Verfügung. Hiermit können gleich mehrere Funkkanäle mitgehört und besprochen werden. Die funktechnische Ausstattung entspricht den Vorgaben der gültigen Norm und ist genau auf das Aufgabenspektrum der Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte zugeschnitten. Auch größere Einsatze können mit Hilfe der neuen Kommunikationstechnik nun optimal abgearbeitet werden, egal ob im Digital- oder Analogfunk. Ein festeingebauter Computer mit einem 22 Zoll TFT-Bildschirm und LTE-Internetanbindung, eine Mobiltelefonanlage und Mobilfax inklusive eines Multidruckers gehören ebenfalls zur Ausstattung. Bei größeren Einsatzlagen kann im mitgelieferten Vorzelt ein provisorischer Besprechungsraum eingerichtet werden. Im Fahrzeugheck sind Hilfsmittel zur Einsatzstellenabsicherung, für die Erste Hilfe und weiteres Zubehör untergebracht. Genau wie beim LF 20 wurde auch hier die gesamte Fahrzeugbeleuchtung für den Innenraum und das Fahrzeugumfeld in energiesparender LED-Technik ausgeführt. Um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden, wurde an beiden Fahrzeugen eine seitliche Konturmarkierung angebracht und das Fahrzeugheck komplett mit einer weiß/rot reflektierenden Fläche versehen.
Der Vorplatz des Feuerwehrhauses im Erzlager war mit rund 250 Gästen gefüllt. Vertreter von Feuerwehren, Vereinen, Rat, Verwaltung und den Herstellerfirmen waren gekommen, um dieses Ereignis zu feiern. Musikalisch wurde die Fahrzeugübergabe vom Musikverein Georgsmarienhütte - Blasorchester von 1862 - begleitet. Auch GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann sah diese Fahrzeugübergabe als etwas Besonderes an. Die Feuerwehr verfüge jetzt über zwei neue Werkzeuge mit denen die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sicher ihre Arbeit zum Wohle der Bürger verrichten können. Sein Dank ging an die Politik, die diese Anschaffungen möglich gemacht hatte. Man habe nicht gewartet bis die Fahrzeuge in die Jahre gekommen seien, sondern man verfolge die Devise nach 25 Jahren auszutauschen. Auch mit der Feuerwehr habe es immer einen konstruktiven Dialog zu diesem Thema gegeben.
Der stellv. Ortsbrandmeister Ralf Heine ließ noch einmal die Ereignisse Revue passieren, an denen die beiden Einsatzfahrzeuge in all den Jahren beteiligt waren. Anschließend überreichten die Vertreter der Herstellerfirmen (Herr Auth von der Fa. MAN und Herr Winderlich von der Fa. GSF) die Fahrzeugschlüssel an Bürgermeister Ansgar Pohlmann, Stadtbrandmeister Gerhard Glane und Ortsbrandmeister Ansgar Bücker. Die Segnung der Einsatzfahrzeuge übernahm Pfarrer Dr. Thomas Nonte, der Gottes Segen und den Glückwunsch beider Alt-GMHütter Kirchengemeinden überbrachte. Ortsbrandmeister Ansgar Bücker beschrieb die umfangreichen Vorbereitungen von Fahrzeugbesichtigungen über die Ausschreibungen bis hin zum Bau der Fahrzeuge. Viele Stunden wurden hier von den Arbeitskreisen und dem Fachbereich 2 der Stadtverwaltung geleistet, bis die Fahrzeuge ausgeliefert wurden. Die beiden Neufahrzeuge sind auf die künftigen Anforderungen zugeschnitten und bieten wertvolle technische Möglichkeiten bei Brandeinsätzen und Hilfeleistungen. Ansgar Bücker dankte allen Beteiligten für die Mitarbeit an den beiden Projekten.
Stadtbrandmeister Gerhard Glane sieht die beiden Neufahrzeuge als sinnvolle Anschaffung für die gesamte Stadtfeuerwehr. Sein Dank ging an Politik und Verwaltung. Der Feuerwehr GMHütte wünschte er allzeit gute und unfallfreie Fahrt. "Hut ab für die Kommune, dass die Fahrzeuge nach 25 Jahren ausgetauscht werden. So etwas gibt es nicht in jeder Gemeinde", erklärte Kreisbrandmeister Conny van de Water, der die Glückwünsche der Kreisfeuerwehr überbrachte und immer eine gesunde Heimkehr wünschte. Eine kleine Überraschung hatte der Förderverein der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Georgsmarienhütte e.V. noch dabei. Der Vorstand übergab zwei Schlauchtragekörbe die nun die Ausrüstung des neuen LF 20 vervollständigen. Nach dem offiziellen Festakt lud Bürgermeister Pohlmann die Anwesenden noch zu einem kleinen Imbiss mit Umtrunk ins Feuerwehrhaus ein.

Text und Fotos: Thorsten Wöhrmann